Basketball-Bundesliga

Rasta Vechta besiegt Gladiators Trier mit Saison-Rekord

Zwei der stärksten Offensiv-Mannschaften lieferten sich ein Spektakel, bei dem Rasta Vechta gegen Trier zum Schluss mächtig aufdrehte und eine Saison-Bestmarke aufstellte.

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Stand

Von Autor/in Marc Steffgen

Viele Punkte konnten die mehr als 3.000 Zuschauer im Rasta Dome in Vechta bewundern. In der ersten Hälfte war es ein Offensiv-Spektakel auf Augenhöhe. Im dritten Viertel gaben die Gladiators zunehmend die Kontrolle ab und wurden am Schluss von Rasta überrollt. Vechta erreichte seine höchste Punkteausbeute in der aktuelle BBL-Saison und siegte mit 123:97.

Es war das Duell zweier Mannschaften, die die Offensive lieben: Trier mit 90,9 Punkten pro Partie und damit Liga-Primus. Rasta Vechta bringt es im Schnitt auf 87,9 Punkte und ist damit Nummer drei in der BBL.

Die Norddeutschen wollten als Tabellen-Zehnter und aktuell "heißestes Team" der Liga noch mit aller Macht in die Play ins und hatten diesen Anspruch zuletzt mit sechs Siegen aus sieben Partien untermauert. Die Gladiators aus Trier peilten im Endspurt der "Regular Season" mindestens die Play ins an. Das würde mit Saison-Sieg Nummer 17 im Rasta Dome in Vesta reichen.

Trier startete mit kompletter Crew

Die Gladiators konnten alle ihre Leistungsträger nach diversen Zwangspausen aufs Parkett schicken. Die beiden Offensiv-Spezialisten der BBL machten ihrem Ruf zunächst alle Ehre und lieferten sich zu Beginn einen munteren Schlagabtausch.

Rasta Vechta ging sehr offensiv in die Partie gegen die Gladiators Trier.
Rasta Vechta ging sehr offensiv in die Partie gegen die Gladiators Trier.

Die Partie in Vechta war auch ein Familientreffen: Rasta-Coach Christian Held war früher Head-Coach in Trier. Sein Vater Ralph ist sportlicher Leiter der Gladiators. Im ersten Viertel konnte der Sohn dann aber mehr strahlen - auch dank MVP-Alonzo Verge. Vechta versenkte 22 Punkte in den ersten fünf Minuten. Ähnlich treffsicher ging es für Vechta weiter. Maik Zirbes trieb seine Gladiatoren zur Aufholjagd an. Zwischenstand im Offensiv-Spektakel nach dem ersten Viertel: 36:24.

Trier holte in Viertel zwei auf

Vechta konnte das hohe Tempo in Viertel zwei nicht halten. Die Gladiators holten auf. Jordan Roland zerstörte mit seinen Dreiern die Euphorie im Oldenburger Münsterland. Drei Minuten vor Ende von Viertel zwei der Ausgleich. Basketball-Weltenbummler Maik Zirbes machte wichtige Punkte für seine Gladiators und sicherte die knappe Halbzeitführung mit 57:55.

Clay Guillozet (Gladiators Trier) setzt sich unter dem Korb gegen Rasta Vechta durch.
Clay Guillozet (Gladiators Trier) setzt sich unter dem Korb gegen Rasta Vechta durch.

Rasta-Aktivposten Alonzo Verge wurde enger verteidigt

Erster Vorsatz für die zweite Hälfte: Trier versuchte den wichtigsten Spieler von Rasta Vechta, Alonzo Verge, enger zu verteidigen. Mit Erfolg. Die Mannschaft von Christian Held verlor etwas an Schwung.

Trier baute den Vorsprung langsam aber sicher aus. Dann aber der Wendepunkt der Partie: Durch mehrere Fouls brachten sich die Trierer um den verdienten Lohn. Die Struktur im Spiel ging zwischenzeitlich verloren. Vechta nutzte die Schwächephase der Trierer gnadenlos aus und übernahm wieder die Kontrolle. Tommy Kuhse traf noch einen Dreier der Kategorie "besonders schwer" mit der Viertel-Sirene. Rasta führte 88 zu 81 nach 30 Spielminuten.

Rasta Vechta mit neuem Saisonrekord

Vechta marschierte weiter im letzten Viertel, baute die Führung zweistellig aus. Die Gladiators waren bemüht, aber blieben glücklos. Rasta Vechta knackte fünf Minuten vor Ende die 100-Punkte-Marke. Die Gladiators lagen mit 17 Punkten zurück, als Coach Jacques Schneider die letzte Auszeit nahm. Das letzte Aufbäumen reichte aber nicht, um die Niederlage zu verhindern. Rasta Vechta setzte seinen Aufwärtstrend in Richtung Play ins eindrucksvoll fort. Die 123 Punkte sind die höchste Ausbeute in der bisherigen Saison für die Norddeutschen.

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