In beiden Büchern steckt viel von mir selbst, so wie auch in meinen Rollen immer einiges von mir mitspielt.
Ich habe mir gewünscht, dass mein Vater stirbt
Andrea Sawatzki ist noch ein Kind, als ihr Vater an Alzheimer erkrankt. Das Geld ist knapp. Sie und ihre berufstätige Mutter übernehmen die Pflege. Im Alter von 8 bis 15 Jahren wäscht, füttert, kleidet, betreut Andrea Sawatzki ihren Vater, wenn sie mit ihm alleine zuhause ist. Bis zu dessen Tod. Ein Kraftakt mit vielen dunklen, verzweifelten Momenten.
Ich wollte nie eigene Kinder haben
Durch seine Krankheit wird der Vater jähzornig, unberechenbar – er schlägt seine Tochter. Eine Kindheit zwischen Liebe und Hass, Prügel und Umarmungen. Es bleibt viel Dunkles zurück, das sie lange nicht loslässt. Dadurch auch der Gedanke, sie könne keine gute Mutter sein und wäre für eine eigene Familie nicht geschaffen.
"Tod auf Amrum" bringt die große Liebe
Ende der 90er lernt sie bei den Dreharbeiten ihren Schauspielkollegen Christian Berkel kennen. Sie spielen ein Ehepaar. Beide haben zu dem Zeitpunkt gerade eine Beziehung hinter sich und kein Interesse an etwas Neuem. "Aber fünf Wochen auf Amrum, wo nichts los ist – da sind wir irgendwann doch abends was trinken gegangen und es hat gefunkt." Sie sind bis heute zusammen, schon lange verheiratet und haben zwei erwachsene Söhne.
Wie glücklich es macht, wenn man retten kann
Andrea Sawatzki engagiert sich für Hunde in Not. Im Winter 2024 begleitet sie in Rumänien eine Tierrettungsmission des Vereins NaTiNo. Ihr Sohn Moritz ist auch dabei. Sie gehen in Tötungsstationen, um Welpen, alte und verletzte Hunde rauszuholen. Eine Reise, die sie an ihre Grenzen bringt. "Ich hatte gedacht, ich wäre gut vorbereitet, aber darauf kann man sich nicht vorbereiten."