In der Saison 2024 / 2025 noch in der Champions League gegen Paris Saint Germain, Real Madrid oder Juventus Turin, musste der VfB Stuttgart schon den DfB-Pokal gewinnen, um in der Saison 2025 / 2026 ebenfalls international Fußball zu spielen. Von dem Spiel in Berlin gegen Bielefeld hing eine Menge ab – sportlich und wirtschaftlich.
Ziel des Vereins sei es wirtschaftlich und gesellschaftlich weiter den eingeschlagenen Weg zu gehen. Zurückblickend seien die letzten beiden Saisons mit die erfolgreichsten, nicht nur von der erreichten Punktzahl in der Tabelle, gewesen. Mit regionalen Partnern wie Mercedes-Benz, Porsche oder auch Jako sei man außerdem tief in der Region verwurzelt.
Unser Ziel muss es sein dauerhaft wieder international zu spielen.
Kindheitstraum von Alexander Wehrle: Fußballer
Vorstandschef des VfB Stuttgart ist Alexander Wehrle. Sein Vertrag wurde zuletzt bis 2030 verlängert. Als Kind der Region aus Bietigheim-Bissingen hatte er eigentlich den Kinderwunsch Profifußballer zu werden. Zwischen 1996 und 2001 belegte er Studiengänge an der Universität Konstanz sowie an der University of Limerick und beendete sein Studium als Diplom-Verwaltungswissenschaftler mit der Gesamtnote 1,6. 2003 bis 2013 arbeitete er als Referent des Vorstands bereits beim VfB Stuttgart, bevor er zum 1. FC Köln ging. Seit 2022 ist er zurück beim VfB als Vorstandsvorsitzender des Gesamtvereins.
Homosexualität im Profifußball
Wehrle lebt offen homosexuell und hat 2024 seinen Partner Thomas Kugler nach 25 Jahren Beziehung am Bodensee auf der Insel Mainau geheiratet. Dass es weiterhin keinen aktiven offenen homosexuellen Fußballer in den deutschen Profiligen gibt, bedauert Wehrle, versteht aber die Gründe. Lediglich im Frauenfußball gibt es einige offen homosexuell lebende Fußballerinnen.
Unsere Aufgabe als Clubs ist es auch, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass ein Coming-Out überhaupt möglich ist (...) Aber am Ende ist es eine ganz persönliche, individuelle Entscheidung jedes Einzelnen. Deshalb finde ich es auch falsch, ständig zu fordern: "Jetzt outet euch endlich!" – das baut nur Druck auf. Ein Coming-Out ist eine persönliche Entscheidung – von jedem Spieler, von jeder Spielerin.
Alexander Wehrle als Sympathieträger bei den VfB Fans
Als Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart ist er trotzdem nah dran an seinem Sport und den Anhänger:innen. Auch wenn er jetzt eher zu den Anzugträgern im Verein gehört, kann es passieren, dass Alexander Wehrle vor einem Spiel auch schon mal ein paar Bier mit den VfB-Fans trinkt.
Wir sind tatsächlich von Emotionen umgeben und man muss auch das ein oder andere dann mal mit mit mehr Gelassenheit einfach sehen. Fußball als schönste Nebensache der Welt ist das eine, das Wirtschaftsunternehmen das andere, aber das eine hängt mit dem anderen auch zusammen.