Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios laufen derzeit Gespräche über mögliche Maßnahmen. Dabei ist wohl von einem Paket die Rede, nicht nur von einer einzelnen Entlastungsmaßnahme. In der Debatte fordert der ADAC, die Stromsteuer zu senken. Das würde private Haushalte entlasten und einen Anreiz für den Kauf von Elektroautos schaffen, sagte eine Sprecherin der "Rheinischen Post". Der Chef des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, sprach sich ebenfalls für eine geringere Stromsteuer aus. Er sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, wenn der Spritpreis zu hoch sei, sagten die Menschen Dinge wie den Friseurbesuch ab. Das bekämen unter anderem Familienbetriebe unmittelbar zu spüren. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert umfangreiche Entlastungen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi sagte eben falls in der "Rheinischen Post", die Stromsteuer müsse wieder auf das europäische Mindestmaß. Außerdem verlangte sie mit Blick auf die hohen Kraftstoffpreise einen Spritpreisdeckel und eine Übergewinnsteuer für die Mineralölkonzerne. Das fordert auch die SPD. Die Union lehnt solche Maßnahmen bisher ab.
Gedenktafel für Serkan Calar enthüllt
Am Mannheimer Hauptbahnhof wurde heute eine Gedenktafel für Serkan Calar enthüllt. Er war Zugbegleiter und wurde im Februar von einem Fahrgast ohne Ticket getötet. Der Fall hat bundesweit Entsetzen ausgelöst und eine Diskussion über Sicherheit in Zügen angestoßen. Die Gedenkfeier war sehr emotional. Viele Familienangehörige von Calar waren dabei - darunter seine Eltern und seine beiden Kinder. Auch viele Kolleginnen und Kollegen kamen. Vor der Enthüllung gab es eine Schweigeminute am Gleis. Bahnchefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sprachen der Familie ihr Mitgefühl aus. Die Bahn müsse für mehr Sicherheit in den Zügen sorgen. Zum Abschluss haben die Anwesenden eine Rose für Serkan Calar niedergelegt.