Viele Krankheiten und Medikamente wurden überwiegend an Männern erforscht. Dabei können Symptome bei Frauen ganz anders aussehen – etwa bei einem Herzinfarkt. Aus Sicht vieler Fachleute, führt das zu Problemen. Bundesgesundheitsministerin Warken will das ändern. Schon zu Beginn ihrer Amtszeit hatte sie sich vorgenommen, das Thema Frauengesundheit in den Fokus zu nehmen. Nach Meinung der Ministerin wurde viel zu lange einfach ignoriert, dass Frauen andere gesundheitliche Bedürfnisse, Beschwerden und Symptome haben als Männer. Es werde aber noch dauern, bis sich Veränderungen in Lehrplänen und Forschungsergebnissen spürbar auf die Versorgung von Frauen auswirken, sagt die Ministerin. Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) bezeichnete Deutschland mit Blick auf Frauengesundheit als Entwicklungsland. Frauenkrankheiten, wie Endometriose und Lipödeme, seien noch nicht ordentlich erforscht.
Familie von getötetem Mädchen bekommt Schmerzensgeld
Die beiden Mädchen, die mutmaßlich die 12-Jährige Luise aus Freudenberg getötet haben, müssen Schmerzensgeld zahlen. Das hat das Landgericht Koblenz entschieden. Es geht um 125.000 Euro, dazu kommen Schadensersatzzahlungen. Die Eltern und die Schwester der getöteten 12-Jährigen hatten in einem Zivilverfahren geklagt. Ein Strafprozess war nicht möglich – auch wenn die beiden Mitschülerinnen von Luise die Tat gestanden hatten. Beide mutmaßliche Täterinnen waren zum Tatzeitpunkt im Frühjahr 2023 noch unter 14 Jahren und damit nicht strafmündig.