Info-Date am Mittag: Probleme bei Frauengesundheit ++ Familie von getötetem Mädchen bekommt Schmerzensgeld

Bei der medizinischen Forschung werden meist Männer als Standard genommen. Das wird zum Problem, wenn sich diese Standards nicht auf Frauen übertragen lassen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fordert Fortschritte bei dem Thema. Über dies und weitere Themen berichtet SWR Aktuell-Moderatorin Judith Bühler im Info-Date am Mittag.

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Von Autor/in Judith Bühler

Viele Krankheiten und Medikamente wurden überwiegend an Männern erforscht. Dabei können Symptome bei Frauen ganz anders aussehen – etwa bei einem Herzinfarkt. Aus Sicht vieler Fachleute, führt das zu Problemen. Bundesgesundheitsministerin Warken will das ändern. Schon zu Beginn ihrer Amtszeit hatte sie sich vorgenommen, das Thema Frauengesundheit in den Fokus zu nehmen. Nach Meinung der Ministerin wurde viel zu lange einfach ignoriert, dass Frauen andere gesundheitliche Bedürfnisse, Beschwerden und Symptome haben als Männer. Es werde aber noch dauern, bis sich Veränderungen in Lehrplänen und Forschungsergebnissen spürbar auf die Versorgung von Frauen auswirken, sagt die Ministerin. Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) bezeichnete Deutschland mit Blick auf Frauengesundheit als Entwicklungsland. Frauenkrankheiten, wie Endometriose und Lipödeme, seien noch nicht ordentlich erforscht.

Familie von getötetem Mädchen bekommt Schmerzensgeld

Die beiden Mädchen, die mutmaßlich die 12-Jährige Luise aus Freudenberg getötet haben, müssen Schmerzensgeld zahlen. Das hat das Landgericht Koblenz entschieden. Es geht um 125.000 Euro, dazu kommen Schadensersatzzahlungen. Die Eltern und die Schwester der getöteten 12-Jährigen hatten in einem Zivilverfahren geklagt. Ein Strafprozess war nicht möglich – auch wenn die beiden Mitschülerinnen von Luise die Tat gestanden hatten. Beide mutmaßliche Täterinnen waren zum Tatzeitpunkt im Frühjahr 2023 noch unter 14 Jahren und damit nicht strafmündig.