Könnte die Bundeswehr mithelfen, die Straße von Hormus zu sichern und somit wieder Transporte von Öl und anderen Rohstoffen dort zu ermöglichen? Bundeskanzler Merz reist heute nach Paris, um Antworten auf diese Frage zu finden. Dort beraten Vertreter von rund 30 Staaten über eine mögliche gemeinsame Mission in der Straße von Hormus. Sie ist als Folge des Kriegs gegen den Iran weiterhin blockiert und dadurch sitzen Lieferungen mit Öl und weiteren Rohstoffen fest – die Blockade ist einer der Gründe für die rasant steigenden Energiepreise weltweit. Gastgeber der in Paris sowie als Video-Schalte geplanten Konferenz sind Frankreichs Präsident Macron sowie Großbritanniens Premierminister Starmer. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Fournier wägt Jan Busse die Chancen und Risiken dieser Konferenz ab – Busse ist Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr in München und beschäftigt sich unter anderem mit den Konflikten im Nahen und Mittlere Osten, sowie mit der europäischen und vor allem deutschen Politik in diesem Zusammenhang. Er sagt: Für eine deutsche Beteiligung gäbe es Chancen, nur müsste sie ein internationales Mandat haben, etwa von der UN oder der Europäischen Union, und im Falle einer Bundeswehr-Beteiligung müsste zuvor auch der Bundestag zustimmen.
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