Super Mario, super Effekte, aber nicht so super Geschichte

Klempner Mario ist inzwischen 40 Jahre alt. Es gibt kaum einen Bildschirm, auf dem er noch nicht zu sehen war. Taugt er aber als Kino-Held?

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Von Autor/in Andreas Fischer

Als Nintendo im September 1985 das Spiel "Super Mario Bros." auf den Markt gebracht hat, war das der Grundstein für ein Milliarden-Imperium. Unsummen hat der japanische Hersteller mit Spielen und Lizenzen verdient. Nun nimmt er einen neuen Anlauf für die große Leinwand: "Super Mario Galaxy" ist der zweite Teil der Videospiel-Verfilmung. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer macht Filmkritikerin Anna Wollner allerdings klar: "Erzählerisch bleibt da nicht viel hängen."

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Umwerfende Effekte

Dabei kann der Film durchaus viel bieten: "Eine Szene jagt die nächste, ständig passiert etwas Neues, immer größer, immer schneller", sagt Wollner. "Das ist visuell beeindruckend, wirklich." Zudem sei für die Macher Mario nicht mehr nur ein Maskottchen, sondern stehe für ein komplettes Universum. Der Film funktioniere, wie ein "Jump and Run"-Spiel im Kinoformat: hochpräzise, aber auch ziemlich überladen.

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Super Mario als Blaupause des Unterhaltungskinos

Auf die Geschichte komme es dem Film aber auch gar nicht an, meint die Filmkritikerin: "Als Unterhaltung funktioniert das sehr gut - das ist perfekt gebautes Blockbuster-Kino." Dass die Geschichte und die emotionale Tiefe dabei auf der Strecke bleiben, nehme der Film in Kauf. Es gehe vielmehr um das Erlebnis, um Tempo, um Wiedererkennbarkeit. "Mario ist eine Figur, die Generationen verbindet - vom alten Nintendo bis heute - und dieser Film nutzt das nicht, um etwas Neues zu erzählen, sondern um das Bekannte immer weiter auszubauen." Diese Form von Kino wolle weniger erzählen, als funktonieren und der "Super Mario Galaxy"-Film tue das sehr effizient.

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Andreas Fischer