Die Parteien in Baden-Württemberg machen zum Teil die Bundespolitik für die jüngsten Ergebnisse des BW-Trends verantwortlich. In der neuen repräsentativen Umfrage BW-Trend, die das Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Südwestrundfunks und der "Stuttgarter Zeitung" erstellt hat, schneidet die CDU bei der Mehrheit der Wahlberechtigten im Land am besten ab.
CDU trotz Prozentverlusten optimistisch
Die CDU gibt sich trotz verlorener Prozentpunkte zuversichtlich. Die Umfrage bringe zum Ausdruck, dass die nächste Landesregierung von der CDU angeführt werden soll, so Generalsekretär Tobias Vogt. Seine Partei bleibt mit 29 Prozent auf Platz eins. Die AfD gewinnt zwei Punkte hinzu und liegt nun mit 21 Prozent erstmals auf Rang zwei. Das ist der höchste Wert, der jemals von Infratest dimap für die AfD in Baden-Württemberg gemessen wurde.
"Das zeigt, dass die Bürger in Baden-Württemberg auch Veränderung wollen", so AfD-Landeschef Markus Frohnmaier. Die Partei gilt in Baden-Württemberg als rechtsextremistischer Verdachtsfall.
Bundes- und Weltpolitik im Landtagswahlkampf
Die Grünen liegen bei 20 Prozent - und damit hinter der AfD. Doch Grünen-Landesvorsitzende Lena Schwelling betont: "Noch wird die Landespolitik von der Bundes- und Weltpolitik überlagert - das wird sich jetzt aber nach und nach ändern. Das Rennen sei offen, weil der Abstand zur CDU geringer werde.
SPD-Landeschef Andreas Stoch hofft auf mehr Rückenwind als bisher aus Berlin, seine Partei verharrt bei 10 Prozent. "Die Welt da draußen ist nicht einfach", so Stoch. Da sei es leichter, den "einfachen" Versprechungen zu folgen. Das würde man an den Umfrage-Werten der AfD sehen.
Die FDP liegt bei 5 Prozent und will nach den Worten von Landeschef Hans-Ulrich Rülke für die Perspektive einer Regierungsverantwortung kämpfen.