Am 8. Oktober war in ganz Deutschland die "Lange Nacht des Impfens" - teilnehmende Apotheken und Arztpraxen boten Impfungen gegen Covid und Grippe an. Was zur aktuellen Infektionslage in Baden-Württemberg bekannt ist und was man beim Impfen beachten sollte:
- Wo kann man sich impfen lassen?
- Wer sollte sich jetzt impfen lassen?
- Sollte man Grippe- und Corona-Impfung am selben Tag erledigen?
- Was sind die Symptome von Corona oder Grippe?
- Wie ist die aktuelle Infektionslage in BW?
- Gibt es neue COVID-Varianten?
Wo kann man sich impfen lassen?
Am 8. Oktober fand die "Lange Nacht des Impfens" in ganz Deutschland statt. Teilnehmende Apotheken und Arztpraxen sind auf einer Karte markiert und boten auch zu später Stunde Schutzimpfungen gegen Covid und Grippe an. Grundsätzlich kann eine Impfung gegen Grippe und Corona von jedem Haus- oder Facharzt durchgeführt werden.
Wer sollte sich jetzt impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt insbesondere älteren Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen und Schwangeren im Herbst Impfungen gegen Grippe, COVID-19 und RS-Viren. Für gesunde Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren empfiehlt die STIKO keine COVID-19-Impfung. Das Ministerium für Soziales und Gesundheit Baden-Württemberg hat die Impfempfehlungen zusammengefasst.
Sollte man Grippe- und Corona-Impfungen am selben Tag erledigen?
COVID-19-Impfstoffe können zusammen mit anderen Totimpfstoffen, wie etwa der Influenza-Impfung, verabreicht werden. Allerdings ist zu beachten, dass Impfreaktionen häufiger und möglicherweise intensiver als bei zwei zeitlich getrennten Impfungen auftreten können.
Was sind die Symptome von Corona oder Grippe?
Die Symptome bei Atemwegserkrankungen sind oft ähnlich: Halsweh, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Zu den möglichen Symptomen von Corona gehört laut Robert Koch-Institut öfter auch Fieber. Merkmal einer Grippe, die auf Influenza-Viren beruht, ist ihr plötzlicher Beginn. Sicherheit bringt im Zweifel ein Test.
Wie ist die aktuelle Infektionslage in BW?
Die Infektionslage von akuten respiratoischen Erkrankungen (ARE) ist in Baden-Württemberg so niedrig, dass das baden-württembergische Gesundheitsministerium die Veröffentlichung eines Meldeberichts ausgesetzt hat. Das Gesundheitsministerium auf Bundesebene berichtet über die aktuellen laborbestätigten und offiziell gemeldeten COVID-19-Fälle für alle Bundesländer. Auch hier zeigt sich: Mit 4,3 Fällen pro 100.000 Einwohner ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg relativ niedrig (Stand: 8.10.2025). Da es sehr viele milde und asymptomatisch verlaufende Krankheitsverläufe gibt, dürfte die Dunkelziffer jedoch höher liegen.
In Deutschland waren im September laut Robert Koch-Institut pro Woche zwischen 3,4 und 7,1 Millionen Menschen von akuten Atemwegserkrankung betroffen. Die COVID-19 Inzidenz bleibt jedoch auf einem niedrigen Niveau.
Gibt es neue COVID-Varianten?
Die aktuelle Corona-Variante wird wissenschaftlich "XFG", umgangssprachlich Stratus genannt - und trägt den Spitznamen "Frankenstein". Laut dem Robert Koch-Institut war sie von Mitte August bis Mitte September in Deutschland am weitesten verbreitet und machte 82 Prozent der Erkrankungen an Corona aus. Die Variante ist eine Linie der Omikron-Variante und führt seltener zu schweren Verläufen. Die Weltgesundheitsorganisation stuft das Risiko von Stratus als gering ein.