Sie sind scheu, leben meist im Verborgenen und fühlen sich offenbar wohl im Südwesten. Fotofallen haben im Juli sechs junge Goldschakale aufgenommen. Vier Welpen wurden im Schwarzwald-Baar-Kreis entdeckt, zwei weitere im Landkreis Konstanz. Das hat das Umweltministerium am Montag mitgeteilt.
Fünftes Jahr in Folge Nachwuchs im Schwarzwald
Damit gibt es bereits das fünfte Jahr in Folge Nachwuchs bei den Tieren in Baden-Württemberg. Im Schwarzwald-Baar-Kreis haben sich bereits vor vier Jahren erstmals Goldschakale erfolgreich vermehrt, so das baden-württembergische Umweltministerium. Damals war das der erste Nachwuchs, der in ganz Deutschland nachgewiesen werden konnte. Seitdem wurden dort jedes Jahr wieder Welpen entdeckt. Auch im Landkreis Konstanz haben Goldschakale im vergangenen Jahr bereits Junge bekommen.
Zwischen Fuchs und Wolf
Laut der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mit Sitz in Freiburg gehört der Goldschakal zu den Hundeartigen. Er ist etwas größer als ein Fuchs, aber deutlich kleiner als ein Wolf. Er ernährt sich von kleinen bis mittleren Säugetieren, Insekten, Aas und Früchten. Am liebsten lebt er in halboffenen Landschaften in der Nähe von Gewässern.
Goldschakale sind streng geschützt
Goldschakale sind dämmerungs- und nachtaktiv und werden deshalb nur selten von Menschen entdeckt. Sie stehen unter europäischem und nationalem Schutz. Das Monitoring in Baden-Württemberg übernimmt die FVA im Auftrag des Umweltministeriums.