Offener Brief ans Kanzleramt

Beschwerde über Grenzkontrollen aus Kehl und Straßburg: Bislang keine Antwort von Kanzler Merz

Die Städte Kehl und Straßburg haben sich im Mai beim Bundeskanzleramt über die verstärkten Grenzkontrollen beschwert. Eine Reaktion aus Berlin gab es bisher nicht.

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Stand

Ein deutsch-französischer Grenzappell an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist laut den Verfassern aus Kehl und Straßburg zunächst ohne Reaktion geblieben. Kehls Oberbürgermeister Wolfram Britz (parteilos) und seine Straßburger Amtskollegin Jeanne Barseghian hatten sich Mitte Mai gemeinsam schriftlich an den Kanzler gewandt und sich über die verstärkten Grenzkontrollen beschwert. Das Schreiben war verbunden mit der Einladung zu einem Besuch.

Wie die beiden Stadtoberhäupter der Rheinstädte nun berichteten, erhielten sie bisher keine Antwort auf ihre Kritik, wonach die verstärkten Kontrollen das Leben in dem deutsch-französischen Ballungsraum erheblich beeinträchtigten.

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Anlass für den zweiten Brief war nach Kehler Angaben der 40. Jahrestag des Schengener Abkommens. Am 14. Juni 1985 hatten Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande in Schengen den schrittweisen Abbau der Grenzkontrollen vereinbart. Heute gehören 29 Länder mit rund 420 Millionen Einwohnern zum Schengen-Raum.

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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte wenige Stunden nach seinem Amtsantritt eine Intensivierung der Grenzkontrollen verfügt. Gleichzeitig ordnete er an, dass auch Asylsuchende an der Grenze zurückgewiesen werden können. Binnen einer Woche stieg dem Minister zufolge die Zahl der Zurückweisungen um fast die Hälfte.

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SWR