Eine Untersuchung im Auftrag des ifo-Instituts und der Universität Passau hat ergeben, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund seltener straffällig werden, wenn sie von Geburt an einen deutschen Pass haben. Ifo-Forscher Helmut Rainer erläutert in SWR Aktuell: Junge Menschen mit diesem Status würden rund 70 Prozent seltener als Tatverdächtige registriert, als solche, die noch keinen deutschen Pass gehabt hätten: "Kinder mit einem deutschen Pass seit Geburt haben nach unserer Untersuchung schon mit fünf Jahren bessere Sprachkenntnisse entwickelt. Sie haben seltener in der Grundschule eine Klasse wiederholt und bessere Chancen, das Gymnasium zu besuchen." Kurz: Der deutsche Pass wirkt sich laut Studie vorteilhaft auf Bildungsverläufe aus. Das wiederum könne erklären, warum sie weniger häufig straffällig würden, sagt Helmut Rainer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.