Die beiden in Portugal ausgesetzten Jungen aus dem elsässischen Colmar sind französischen Medienberichten zufolge nach Frankreich zurückgekehrt. Die Reise sei von französischen und portugiesischen Behörden organisiert und begleitet worden, so der französische Sender "Ici Alsace TV" . Nach ihrer Rückkehr wurden, nach Angaben der Staatsanwaltschaft Colmar, an Familienangehörige übergeben.
Leiblicher Vater der Kinder hofft auf Wiedersehen
Der Vater der beiden Jungen hatte sie am 11. Mai als vermisst gemeldet, nachdem er die Kinder nicht wie vereinbart sehen konnte. Nach Angaben französischer Medien hatte er nach der Trennung von der Mutter nur ein eingeschränktes Besuchsrecht unter Aufsicht. Warum das Besuchsrecht eingeschränkt wurde, ist bislang nicht bekannt.
Behörden prüfen Betreuung Ausgesetzte Kinder in Portugal kommen zurück nach Frankreich
Die vier- und fünfjährigen Brüder, die in Portugal ausgesetzt wurden, sollen nach Frankreich zurückkommen. Vorerst sollen die Kinder von den Sozialdiensten betreut werden.
Mutter und Stiefvater sitzen in Untersuchungshaft
Die Jungen waren am 19. Mai von einem Autofahrer entdeckt worden, der sie weinend am Rand einer Landstraße nahe der Ortschaft Comporta, südlich von Lissabon in Portugal, vorfand. Zwei Tage später wurden die Mutter der Kinder und ihr Lebensgefährte von der portugiesischen Polizei festgenommen. Die Mutter und der Stiefvater sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.
Die 41-jährige Französin und ihr 55-jähriger Partner stehen im Verdacht, die Kinder ausgesetzt zu haben. Gegen beide wurde Anklage wegen "Gefährdung oder Aussetzung" erhoben. Der Lebensgefährte muss sich zudem wegen schwerer Körperverletzung an einem der Jungen verantworten.