Der Gemeinderat von Neuenburg hat eine lange Liste an Maßnahmen beschlossen, um die finanzielle Schieflage der Stadt zu verringern. Neben einem umfangreichen Sparpaket sollen auch Steuern erhöht werden. Das Hallenbad ist von den Einsparungen bisher nicht betroffen und ist erstmal gerettet. Die Verwaltung will prüfen, wie das Bad auch langfristig offen bleiben kann.
Zuletzt stand im Raum, das Hallenbad zu schließen:
Einzige öffentliche Schwimmhalle in der Region Neuenburger Hallenbad vor dem Aus? Finanzlage der Stadt sorgt für Schließungspläne
Das Hallenbad in Neuenburg könnte bald geschlossen werden. Grund ist die finanzielle Lage der Kommune. Eine Petition dagegen hat schon fast 6.000 Unterschriften.
Das Neuenburger Hallenbad kostet die Stadt jedes Jahr rund 400.000 Euro. Bei einem jährlichen Defizit der Stadt von fast zehn Millionen Euro. Außerdem ist eine Sanierung nötig. Auch ein Neubau sei laut der Stadt denkbar. Offen war zuletzt, ob überhaupt ein teures Gutachten in Auftrag gegeben wird, um die Sanierungskosten zu prüfen.
Neuenburg beschließt Sparpaket - Kürzungen bei Festen, Kita und Schule
Von den beschlossenen Einsparungen sind fast alle Bereiche des Gemeindelebens betroffen. Das Budget für Schulen und Kitas wurde gekürzt. Ein Rad-Festival und eine Konzertreihe im Sommer wurden gestrichen. Die Förderung der Vereine fällt in den kommenden Jahren geringer aus. Trotzdem wurden die Vorschläge mit großer Mehrheit angenommen: 22 von 24 Räten stimmten dafür.
Die Gemeinde will ab 2027 außerdem die Grundsteuer, Hundesteuer und Gewerbesteuer erhöhen. Außerdem soll eine Bettensteuer von einem Euro pro Nacht pro Gast eingeführt werden. Mit den Maßnahmen will die Stadt eine Haushaltssperre wie im vergangenen Jahr vermeiden.