Mit 240 Kilometern pro Stunde und Alkohol im Blut über die A5: Eine Raserfahrt im August 2023 war für einen unbeteiligten Autofahrer tödlich geendet. Der Unfallverursacher muss dafür nicht in Haft. Das Landgericht Freiburg hat ihn am Montagnachmittag in einer Berufungsverhandlung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Konkret hat er zwei Jahre Haft - ausgesetzt auf Bewährung - bekommen.
SWR-Reporter David Zastrow über das Raser-Urteil:
Führerschein bleibt eingezogen
Der Raser, ein Deutscher, der zuletzt in Basel lebte, muss außerdem mindestens zwei Jahre auf seinen Führerschein verzichten. Den Führerschein hatte der Mann bereits abgegeben. Er hatte sich wegen des Falls bereits im November 2024 vor dem Amtsgericht Lörrach verantworten müssen.
Landgericht Freiburg hat in zweiter Instanz verhandelt
Das Amtsgericht Lörrach hatte den damals 31-jährigen Sportwagenfahrer wegen fahrlässiger Tötung zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Zusätzlich wurde ihm eine Geldstrafe auferlegt und sein Führerschein entzogen. Doch die Staatsanwaltschaft zeigte sich mit diesem Urteil nicht zufrieden und legte umgehend Rechtsmittel ein. Im Berufungsprozess vor dem Freiburger Landgericht gab es jetzt erneut eine Bewährungsstrafe.
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"Massive Wucht" bei Zusammenstoß - anderer Fahrer tot
Der Sportwagenfahrer hatte in erster Instanz zugegeben, dass er mit mehr als 240 Stundenkilometern über die A5 gerast war. Er hatte an einem Abend im August 2023 eine Ausfahrt mit einem Freund in seinem Porsche gemacht - alkoholisiert wie sich später herausstellte. In dem Prozess hatte er sich bei den Angehörigen des Getöteten entschuldigt und gesagt: "Ich bereue dies zutiefst, ich trage die Schuld."
Bei Basel hatte der Unfallfahrer damals die Grenze überquert und war in nördliche Richtung auf die A5 gerast. Dabei hatte der Fahrer bei Efringen-Kirchen (Kreis Lörrach) ein halb so schnelles Auto von hinten gerammt und auf die Motorhaube gehoben. Der andere Autofahrer hatte gerade einen Lieferwagen überholen wollen. Er kam bei dem Unfall ums Leben. Laut einem Gutachter war der Aufprall aufgrund seiner massiven Wucht damals tödlich.