Seit zwei Wochen fehlte von Martin S. aus Offenburg jede Spur. Viele Freunde und Bekannte, vor allem aus dem heimischen Fußballverein machten sich Sorgen. Nun wurde er tot in seinem Auto gefunden. Laut Polizeipräsidium Offenburg hatte es Hinweise auf ein versunkenes Fahrzeug im Rhein bei Neuried (Ortenaukreis) gegeben. Die Wasserschutzpolizei war am Mittwoch im Einsatz und konnte ein Auto aus dem Fluss bergen. Im Fahrzeug befand sich eine tote Person, bei der es sich um Martin S. handelt, wie die Polizei am Donnerstag bestätigte.
Über 30 Jahre beim Offenburger Fußballverein aktiv
Das spurlose Verschwinden von Martin S. hatte für Besorgnis bei den Menschen in der Ortenau gesorgt. In der Region war der 59-Jährige vor allem wegen seines Engagements beim Offenburger Fußballverein (FV) bekannt. Über 30 Jahre war er beim Offenburger FV in der Geschäftsstelle und als Organisator aktiv. Dass er sich auf einmal nicht mehr auf Anfragen meldete, sei untypisch gewesen, berichtete der Geschäftsführer Sport beim Offenburger FV, Stefan Klein.
Seit zwei Wochen keine Spur von Vereinsmitglied Offenburger Fußballverein in großer Sorge: Martin S. vermisst
Martin S. ist seit über 30 Jahren ein sehr aktives Mitglied im Verein. Zuverlässig kümmert er sich um die Geschäftsstelle. Bis vor zwei Wochen. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.
Nach seinem Verschwinden hatten zahlreiche ehemalige Spieler des OFV, die S. aus gemeinsamen Tagen im Verein kannten, einen Suchaufruf in den sozialen Medien geteilt. Die Anteilnahme in der Region sei enorm gewesen, so OFV-Geschäftsführer Klein: "Mein ganzes Telefonbuch hat die Aufrufe geteilt. Die ganze Ortenau kennt ihn, das ist überall Thema."
Laut Polizei keine Hinweise auf Fremdverschulden
Auch die Firma, für die Martin S. im Außendienst tätig war, teilte den Suchaufruf. Martin S. war vor zwei Wochen mit seinem Dienstfahrzeug verschwunden. Bis zu seinem Auffinden am Mittwoch hatte es keine Hinweise gegeben, was mit S. passiert sein könnte. Eine Ortung seines Handys oder Autos war laut Polizei nicht möglich. Der 59-Jährige war aufgrund einer Krankheit auf Medikamente angewiesen. Wie die Polizei mitteilte, gebe es keine konkreten Hinweise auf ein Fremdverschulden.