Am Samstag, 12. September, hat das neue Asisi-Panorama in Konstanz eröffnet. Zwei Jahre lang dauerten die Bauarbeiten an dem mehr als 50 Meter hohen Rundbau am Seerhein. Besucherinnen und Besucher des Asisi-Panoramas sollen in die Zeit des Konstanzer Konzils eintauchen können. Die wichtigsten Antworten zur Eröffnung im Überblick:
- Was erwartet die Besucher im Asisi-Panorama?
- Was kostet ein Besuch des Asisi-Panoramas?
- Was bietet der Rundbau neben der Ausstellung?
- Wie lief der Bau des besonderen Gebäudes ab?
- Wer hat das Asisi-Panorama in Konstanz finanziert?
Was erwartet die Besucher im Asisi-Panorama?
Der Künstler Yadegar Asisi präsentiert auf rund 3.500 Quadratmetern eine Darstellung des Konstanzer Konzils (1414 bis 1418) als großes 360-Grad-Rundbild. Das Panorama am Bodensee verdichte die Konzilszeit "zu einem vielschichtigen Gesamtbild, in dem politische Ereignisse, religiöse Konflikte und das Leben der Menschen sichtbar werden", so die Projektverantwortlichen.
Neben politischen und religiösen Persönlichkeiten sollen in der mittelalterlichen Stadt auch Szenen aus dem Alltag der Menschen zu sehen sein. Klang- und Lichteffekte sollen die Wirkung des Panoramas verstärken. "Die Menschen kommen rein und sind der Regisseur ihres eigenen Sehens", sagte Yadegar Asisi dem SWR.
Was kostet ein Besuch des Asisi-Panoramas?
Der Eintritt für Erwachsene im Asisi-Panorama in Konstanz kostet 18,50 Euro. Das sind etwa fünf Euro mehr als jener für das vergleichbare Gasometer in Pforzheim. Für Kinder ab sechs Jahren sind zehn Euro vorgesehen. Der ermäßigte Eintritt liegt bei 16,50 Euro. Die Betreiber rechnen mit etwa 250.000 Besuchern pro Jahr.
Was bietet der Rundbau neben der Ausstellung?
Auf dem neuen Gebäude soll noch in diesem Jahr ein Rooftop-Restaurant eröffnen - mit Terrasse und Blick über Konstanz, den Bodensee und die umliegende Landschaft. Darunter befindet sich eine Ebene für Tagungen und Veranstaltungen.
Wie lief der Bau des besonderen Gebäudes ab?
Die Arbeit an dem Panorama begann bereits 2018, so die Projektverantwortlichen. Unter anderem Fotoshootings in Filmstudios waren die Grundlage für die künstlerische Ausarbeitung von Yadegar Asisi. Gebaut wurde an dem Holz-Rundbau zwei Jahre lang.
Ursprünglich sollte das Panorama schon im Mai eröffnet werden. Die Fertigstellung des Gebäudes verzögerte sich jedoch. Als Grund nannten die Bauherren die komplexe Konstruktion des 52 Meter hohen Turms in Hybrid-Holzbauweise.
Wir haben hier das höchste Holzhochhaus mit Veranstaltungsstätte in Baden-Württemberg gebaut. Das war eine ganz besondere Herausforderung.
Wer hat das Asisi-Panorama in Konstanz finanziert?
Nach Angaben der Verantwortlichen ist das Panorama in Konstanz ein zu 100 Prozent privat finanziertes Vorhaben. Hinter dem Projekt stehen demnach mehrere Unternehmerfamilien, die auch den historischen Gasometer in Pforzheim zum Ausstellungsort für die Panoramakunst von Yadegar Asisi umgebaut haben. Eine der Unternehmerfamilien ist Familie Scheidtweiler. Andrea Scheidtweiler, geborene Ruppaner, stammt aus Konstanz. Gekostet hat die neue Attraktion am Bodensee einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.