An diesem Wochenende feiert Bad Waldsee sein 1.100-jähriges Stadtjubiläum. Am Samstagvormittag bildeten deswegen die Bürgerinnen und Bürger die Zahl "1.100". Das Bild kommt in eine "Zeitkapsel", die Ende dieses Jahres vergraben wird.
Stadtjubiläum im Zeichen von Europa
Das Stadtjubiläum nahmen die Bad Waldseer auch zum Anlass, an diesem Samstag den Europatag zu feiern. Dazu eingeladen waren Gäste aus den Partnergemeinden. Sie kamen unter anderem aus der Region "Canton de Bage" in Frankreich. Den Festakt umrahmten Schülerinnen und Schüler aus Bad Waldsee mit Chor und Orchester. Zum Abschluss spielten sie die Nationalhymne und Beethovens "Ode an die Freude", die als offizielle Europahymne gilt.
Das Bild vom Stadtjubiläum ist für die Nachwelt
Nach dem Festakt machten sich mehrere hundert Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder auf den Weg zu einem großen Platz. Dort bildeten sie die Zahl "1.100". Zwei Drohnen machten davon aus der Höhe mehrere Bilder und Videos. Sie kommen ebenfalls in die "Zeitkapsel".
Eine Zeitkapsel mit Botschaften aus der Vergangenheit
Diese "Zeitkapsel" ist eine Stahlbox. Sie wird am Ende des Jahres am Stadtrand im Erdreich vergraben. Bis dahin sollen die Menschen kleine "Briefe in die Zukunft" schreiben und in die Box werfen, so die Stadt. Mit Wünschen, Hoffnungen, Träumen oder persönlichen Geschichten.
In einhundert Jahren, wenn Bad Waldsee sein 1.200-jähriges Stadtjubiläum feiert, soll die "Zeitkapsel" geöffnet werden. Dann können die Menschen diese Botschaften lesen. Es sind dann vielleicht ihre Enkel und Urenkel, die diese Briefe lesen werden. Die ersten liegen bereits in der Box. Das Bürgerbild mit der Zahl "1.100" kommt auch dazu.
Oberbürgermeister hofft auf Frieden und Freiheit
Was der Bad Waldseer Oberbürgermeister Matthias Henne den Menschen im Jahr 2126 wünscht? Das sagte er dem SWR: "In erster Linie Frieden und Freiheit. Und dass man diesen Zusammenhalt auch in Europa weiterhin pflegt und auch erhält. Dass wir uns dieses hohe Gut, diese Werte auch bewahren. Das wünsche ich uns aus tiefstem Herzen und diesem Europa auch in einhundert Jahren".