Kurz vor dem Hafen Friedrichshafen ist der Katamaran "Fridolin" am Montagnachmittag mit einem meterlangen Rohr zusammengestoßen. Das Schiff war laut Polizei zu diesem Zeitpunkt mit 14 Fahrgästen besetzt. Sie blieben bei dem Zusammenstoß unverletzt. Das Kunststoffrohr stammt aus einem Hafen, teilte die Polizei mit. Wegen Bauarbeiten waren mehrere Rohre in dem Hafen bereitgestellt worden. Eines sei von der Lagerplattform ins Wasser geraten.
Rohr-Besitzer möchte für den Schaden zahlen
Dem Besitzer des Rohres tue der Unfall leid und er wolle für den Schaden am Katamaran bezahlen, das bestätigt die Reederei. Bei der Kollision wurde der Propeller von Katamaran "Fridolin" verbogen, es entstand ein Schaden von gut 30.000 Euro. Trotzdem ist das Schiff laut Reederei fahrtüchtig und pendelt bis zu einem ausführlichen Checkup in der Werft weiterhin zwischen Friedrichshafen und Konstanz. Angst vor weiteren, auf dem Bodensee herumschwimmenden Rohren müsse man nicht haben, so die Polizei.
Dichter Nebel auf dem Bodensee bei Kollision mit Rohr
Zum Zeitpunkt der Kollision herrschte laut der Katamaran-Reederei dichter Nebel auf dem Bodensee, sodass die Schiffsführer das dunkle Rohr im Wasser nicht rechtzeitig erkennen konnten. An Bord sei die Kollision für die 14 Fahrgäste deutlich spürbar gewesen. Das Rohr wurde nach dem Unfall von der Wasserschutzpolizei geborgen und mithilfe eines Krans aus dem Wasser gezogen.