Ein Feuer in Schemmerberg (Kreis Biberach) hat in der Nacht auf Dienstag ein historisches Gebäude zerstört. Bis zu 150 Feuerwehrleute aus Biberach und Laupheim kämpften die ganze Nacht gegen die Flammen. Drei Bewohner wurden verletzt. Am Mittwoch teilte die Polizei mit, ein Bewohner sei wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen worden. Der Sachschaden beträgt ersten Schätzungen der Polizei zufolge mindestens eine Million Euro.
Vom Brand betroffenes Gebäude ist denkmalgeschützt und als Wohngebäude genutzt
Das denkmalgeschützte Haus wurde zuletzt als Wohngbäude genutzt: 14 Menschen wohnten darin. Drei von ihnen wurden ersten Erkenntnissen zufolge infolge von Rauchgasvergiftungen leicht verletzt. Die anderen blieben unverletzt. Das Gebäude stand aktuell zum Verkauf.
Das Feuer ist durch das Dach durchgegangen und wurde zum Dachstuhlbrand.
Die Flammen haben auch den Dachstuhl in Brand gesetzt, sagte der Feuerwehrkommandant dem SWR. Zwischenzeitlich habe der Einsatz innen zum Schutz der Feuerwehrleute unterbrochen werden müssen.
Zwei Drehleitern zur Rettung des ehemaligen Schlosses im Einsatz
Von außen löschten die Feuerwehrleute laut Einsatzleiter mit Hilfe zweier Drehleitern, innen mit schwerem Atemschutzgerät. Noch in der Nacht brachten sie den Brand unter Kontrolle. Auch Drohnen und Wärmebildkameras waren im Einsatz, um Glutnester aufzuspüren.
Brandursache in Schemmerberg bislang nicht geklärt
Warum das Feuer am Montagabend genau ausgebrochen ist, ist laut Polizei noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Bürgermeister der Gemeinde Schemmerhofen habe angekündigt, sich um die Unterbringung der jetzt obdachlosen Brandopfer zu kümmern, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Merz dem SWR in der Nacht.
Millionenschaden an historischem Bau Großfeuer in Schemmerberg: Schlossbewohner wegen Verdachts auf Brandstiftung festgenommen
Ein 34-jähriger Mann soll für den Großbrand am Montag im ehemaligen Schloss in Schemmerberg verantwortlich sein. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft, so die Staatsanwaltschaft.