In der Vorarlberger Landeshauptstadt am Bodensee beginnen die Proben für die 79. Bregenzer Festspiele. Sie starten auf der Seebühne und im Festspielhaus am 16. Juli. Den Anfang machen ab Dienstag die Mitwirkenden der Oper im Festspielhaus, in diesem Jahr "Ödipus" ("Oedipe") von George Enescu. Mit ihr starten die Bregenzer Festspiele.
Bregenzer Festspiele: Drei Viertel der "Freischütz"-Karten sind gebucht
Auf der Seebühne im Bodensee beginnen die Proben eine Woche später, teilten die Festspiele auf SWR-Anfrage mit. Dann sind etwa 370 Sänger und Sängerinnen, Tänzer und Bühnentechniker im Einsatz. Vor der Premiere werden es gut doppelt so viele sein, etwa 840 inklusive Orchester. Auf der Seebühne ist noch einmal die Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber zu sehen. 27 Aufführungen sind bis zum 17. August geplant. Laut Festspielen sind 192.000 Karten aufgelegt, 75 Prozent davon sind bereits gebucht.
Die Seebühne war seit Anfang April aus dem Winterschlaf geholt worden. Das riesige Wasserbecken im Bühnenbild, in dem knapp 500.000 Liter Bodenseewasser Platz haben, musste gründlich gereinigt werden.
In den teilweise zweieinhalb Meter tiefen Bereichen des Beckens hat sich über den Winter ziemlich viel Schlick angesammelt.
"Freischütz"-Bühnenbild der Bregenzer Festspiele musste gereinigt und erneuert werden
Ab dem Probenbeginn wird das Wasser im Becken dreimal täglich gefiltert und ausgetauscht. Im Wasserbecken schwimmen, singen und tanzen die Mitwirkenden während der "Freischütz"-Aufführung. Zudem wurden 680 Quadratmeter Bühnenfläche Zentimeter für Zentimeter restauriert. Selbst der Mond hatte Risse.
Jedes Bühnenbild auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele muss einen Winter überstehen. Denn die Freilicht-Oper wird immer zwei Jahre in Folge gespielt. Nach der Festspielsaison 2025 wird das Bühnenbild abgebaut.