Ein buntes Programm rund um die Zwiebel hat die Besucherinnen und Besucher am Sonntag in Moos (Kreis Konstanz) auf der Halbinsel Höri erwartet. Auf einem Markt gab es Leckereien aus der "Bülle", so heißt die traditionelle Höri-Zwiebel. Ob Suppe, Kuchen oder Brot - aus der besonderen Zwiebel konnte man vieles kochen - und probieren. Und natürlich gab es die bekannten "Bülle"-Zöpfe.
Für ein Rahmenprogramm war auch gesorgt. So spielten Musikvereine im ganzen Ort, es gab Gewinnspiele, Schlemmerangebote und Marktstände.
Lange Zwiebel-Tradition auf der Höri
Schon seit dem 8. Jahrhundert wird auf der Höri Gemüse angebaut. Wie der Höri Bülle-Verein weiß, wurde das damals von den Geschichtsschreibern auf der Reichenau festgehalten. Die "Bülle" ist eine rote Speisezwiebel, die auf der Höri ihren festen Platz auf dem Speiseplan hat und auch nur dort angebaut werden darf. Weil die Zwiebel so mit der Halbinsel verbunden wurde, habe man früher "Zwiebelhöri" oder "Bülleland" gesagt, teilt der Verein auf seiner Homepage mit.
Von der EU geschützte Spezialität
2014 wurde die "Höri-Bülle" offiziell als geschützte Spezialität eingetragen. Ein Verein hat sich gegründet, um die besondere Zwiebel bekannter zu machen. Darin sind 15 Erzeuger und sechs Gastronomen organisiert.