Die Bürgermeister von 15 Autostädten haben sich zusammengetan und fordern die EU-Kommission auf, sich für die Zukunft der Automobilindustrie einzusetzen. Unter den 15 Stadtoberhäuptern sind unter anderem die von Stuttgart, Neckarsulm und Friedrichshafen.
Sieben Forderungen an Kommissionspräsidentin
Die Verwaltungschefs und -chefinnen der Städte haben einen Katalog mit sieben Punkten an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) geschickt. Darunter ist die Forderung, neben der Elektromobilität auch andere Antriebstechnologien zuzulassen. "Wir benötigen für eine zukunftsfähige und international wettbewerbsfähige Automobilwirtschaft einen pragmatsichen Übergang zur klimaneutralen Mobilität, auch mit Brücken-Technologien wie dem Plug-In-Hybrid", so der Friedrichshafener Oberbürgermeister Simon Blümcke (parteilos).
Wir sollten bei allen politischen und klimapolitischen Zielen immer auch Wirtschaft und Arbeitsplätze mitdenken.
Außerdem wollen die Autostädte erreichen, dass die Kommission vorerst darauf verzichtet, Herstellern Strafzahlungen aufzuerlegen, sollten sie die festgelegten Grenzwerte für CO2 über alle verkauften Fahrzeuge hinweg nicht erreichen.
Bundesweit mehr als 50.000 Stellen abgebaut Autoindustrie in BW in Sorge: Bosch, Mahle und ZF schreiben Brief an Kanzler Scholz
Die Chefs und Betriebsratsvorsitzenden der nach eigenen Angaben fünf größten deutschen Automobilzulieferer sowie die IG Metall wenden sich in einem offenen Brief an den Kanzler.
Stehen für 600.000 Arbeitsplätze
Die Initiative steht nach eigenen Angaben für rund 600.000 Arbeitsplätze - unter anderem bei Mercedes, BMW, Audi, Volkswagen und Porsche, aber auch Automobilzulieferern wie ZF Friedrichshafen. Erst Mitte Januar haben sich die Chefs von Bosch, Mahle und ZF in einem offenen Brief an Bundeskanzler Scholz gewandt, um für mehr Unterstützung bei der Transformation zu werben.