Vor Bodman-Ludwigshafen im Kreis Konstanz sind am Mittwoch wieder Soldaten der Bundeswehr aus einem Flieger in den Bodensee gesprungen. Die Fallschirmspringer übten Landungen auf dem Wasser. Eigentlich sollte sie schon am Dienstag springen. Aber das Flugzeug, das die rund 100 Spezialkräfte der Staufer-Kaserne in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) transportieren sollte, musste im Auftrag der NATO zu einem Einsatz nach Jordanien fliegen. Am Mittwoch kam eine Ersatzmaschine.
Sprung ins Wasser kann gefährlich sein
Die Soldatinnen und Soldaten üben regelmäßig Wasserlandungen. Normalerweise landen Fallschirmjäger zwar auf dem Land. Es kann aber beispielsweise sein, dass sie abgetrieben werden und dann im Wasser landen müssen. Und das ist der Bundeswehr zufolge wesentlich schwieriger. So wirke die Wasseroberfläche beim Auftreffen wie Beton. Zudem müssten die Soldaten ihren Fallschirm schnellstens abschnallen, damit er nicht von einer Böe erfasst wird und den Springer unter Wasser zieht.
Flugzeug brachte Fallschirmjäger von Friedrichshafen nach Bodman
Bei der Übung am Mittwoch setzte ein Transportflugzeug die Fallschirmjäger aus 400 Metern Höhe über dem Bodensee ab. Nach der Landung vor Bodman im Bodensee brachten Sturmboote sie wieder an Land. Gestartet war der Flieger am Vormittag vom Bodensee Airport in Friedrichshafen.
Unter den Fallschirmjägern seien Soldaten aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland, so ein Bundeswehrsprecher in Pfullendorf. Sie werden im dortigen Ausbildungszentrum Spezielle Operationen für besondere militärische Einsätze ausgebildet.
Fallschirmspringer üben immer wieder am Bodensee
Fallschirmspringerinnen und Fallschirmspringer der Bundeswehr üben immer wieder am Bodensee - unter anderem auch jährlich zeitgleich mit dem Uferfest in Langenargen (Bodenseekreis). Die Sprünge werden dann live kommentiert. Zudem können Besucherinnen und Besucher den Soldaten Fragen stellen.