Fest der Hoffnung

Chanukka-Fest startet in Konstanz in getrübter Stimmung

Auf der ganzen Welt feiern jüdische Gemeinden acht Tage lang das Chanukka-Fest. Dieses Jahr fallen Weihnachten und das Lichterfest zusammen auf den 25. Dezember.

Teilen

Stand

Von Autor/in Viktoria Clausnitzer

Während des Chanukka-Festes wird jeden Abend mit Einbruch der Dunkelheit eine Kerze an einem Channukkia (spezieller Leuchter) angezündet. Im Anschluss wird gemeinsam mit der Familie gut gegessen und die Kinder bekommen Geschenke. Manche Gemeinden laden auch zu einer gemeinsamen Feier der Gläubigen ein, so auch die jüdische Gemeinde Konstanz.

Getrübte Stimmung am Fest der Freude

Das Chanukka-Fest ist ein Fest der Freude und Hoffnung, doch reine Freude will sich auch in diesem Jahr wegen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten nicht einstellen. Die jüdische Gemeinde in Konstanz versucht laut dem Rabbiner Avraham Radbil, durch das Fest Licht ins Dunkle zu bringen.

Weihnachten und Chanukka-Fest ergibt "Weihnukka"

Das Lichterfest fällt immer auf den 25. Tag des Kislew, dem dritten Monat des jüdischen Kalenders. Da dieses Jahr Weihnachten und das Lichterfest Chanukka zusammen auf den 25. Dezember fallen, wird laut der Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bodensee-Region, Ruth Frenk, inoffiziell auch von "Weihnukka" gesprochen. Ruth Frenk sieht die Überschneidung der beiden Feierlichkeiten positiv, denn so haben alle frei und können gemeinsam feiern.

Chanukka-Kerze brennen bei einer internationalen Gedenkfeier für die Überlebenden des Holocaust
Kerzen brennen an einem Chanukkia picture alliance/dpa | Angelika Warmuth

Jüdinnen und Juden erinnern mit dem Chanukka-Fest weltweit an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels nach dem Sieg über die griechisch-syrische Fremdherrschaft im Jahr 164 vor Christus, nach jüdischer Zeitrechnung im Jahr 3597.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Viktoria Clausnitzer