Superkolonie in Nachbarstadt von Konstanz gefunden

Kreuzlingen geht gegen invasive Tapinoma-Ameisen vor

Sie sind klein, doch die Schäden, die sie anrichten, sind groß: Invasive Tapinoma-Ameisen werden in der Schweizer Grenzstadt Kreuzlingen zum Problem. Jetzt sollen Profis helfen.

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Von Autor/in Tina Löschner

Seit vergangenem Sommer hat sich die Tapinoma magnum, die Große Drüsenameise, rasant in Kreuzlingen ausgebreitet, eine Superkolonie gebildet. Das teilt die Schweizer Grenzstadt am Bodensee mit. Sie hat zusammen mit dem Umweltamt des Kantons Thurgau die Bürgerinnen und Bürger am Dienstag über die Situation und das weitere Vorgehen informiert.

In Kreuzlingen hat sich eine Superkolonie angesiedelt

Eine Superkolonie bedeutet: Es geht um Millionen Ameisen. Jedes Tier ist zwei bis fünf Millimeter groß und schwarz. Zerdrückt man es, riecht es nach Buttersäure. Verschleppt werden die Ameisen oft über Topf- und Gartenpflanzen oder über den Transport von Erdmaterial, Bau- und Gartenabfällen.

Die invasiven Ameisen finden sich nach Angaben der Stadt Kreuzlingen um das Gelände einer ehemaligen Gärtnerei, einen Sportplatz sowie mehrere angrenzende Ein- und Mehrfamilienhäuser – ein Gebiet, so groß wie fünf Fußballfelder.

Kleine Tiere - große Wirkung

Die Tapinoma-Ameisen können große Schäden anrichten, innen wie außen. Sie können beispielsweise Fassaden beschädigen, Isolationen und elektrische Anlagen. Auch können sie den Boden unterhöhlen, wodurch der Untergrund instabil werden kann. Außerdem gelten sie als Hygieneschädlinge.

In stark befallenen Gebieten sei ein Aufenthalt im Freien kaum noch möglich, da diese Ameisen mitunter sehr aggressiv seien, heißt es seitens der Stadt.

Professionelle Bekämpfung startet

Die Bekämpfung der Tapinoma-Ameise gilt als schwierig. Die Stadt Kreuzlingen und das Umweltamt des Kantons Thurgau haben deshalb jetzt eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma beauftragt.

Bei einem Befall dieser Größe ist eine schnelle, systematische und gemeinschaftliche Bekämpfung auf der großen Fläche unerlässlich. Nur so besteht eine realistische Chance, den Bestand zu tilgen.

Die Behandlung startet Ende März. Wichtig sei, die Nester samt Königinnen zu entfernen. Dafür würden die Nester mit heißem Wasser und kombiniert mit Bekämpfungsmitteln behandelt - und zwar immer wieder, in regelmäßigen Abständen. So soll verhindert werden, dass sich die Ameisen weiter ausbreiten und verschleppt werden. Die Kosten für die Bekämpfung betragen laut Stadt rund 200.000 Franken.

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Tina Löschner
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