Am frühen Sonntagmorgen hat ein Erdbeben die Ostschweiz und Liechtenstein getroffen. Das Beben ereignete sich laut Schweizer Erdbebendienst um kurz vor halb fünf. Das Epizentrum lag etwa sechs Kilometer östlich von Walenstadt (Kanton St. Gallen), südlich des Bodensees. Die Stärke geben die Fachleute mit 3,8 an.
Erdbebenstärke 3,8: Warum so viele Menschen es gespürt haben
Ein Erdbeben der Stärke 3,8 gilt als eher schwach. Trotzdem haben es sehr viele Menschen bemerkt. Das liege vor allem an der geringen Tiefe. Fachleute gehen davon aus, dass bis zu 600.000 Menschen das Beben gespürt haben. Beim Schweizer Erdbebendienst gingen nach eigenen Angaben schon kurz nach dem Beben Hunderte Meldungen ein. Größere Schäden sind bisher nicht bekannt. Kleine Risse an Gebäuden seien aber möglich.
Auch in der Bodenseeregion war das Beben zu spüren. Dort gab es erst vor rund zehn Tagen ein weiteres Erdbeben. Dieses trat bei Mühlhausen-Ehingen (Kreis Konstanz) auf. Die Stärke lag damals bei etwa 2,5.
Erdbeben aktuell erklärt: Warum die Region immer wieder bebt
Die Alpenregion gehört zu den Gebieten in Europa, in denen sich die Erde bewegt. Unter der Oberfläche drücken große Gesteinsschichten gegeneinander. Dabei entstehen Spannungen. Wenn sie sich lösen, kommt es zu Erdbeben. Deshalb treten in der Schweiz und rund um den Bodensee immer wieder kleinere Erschütterungen auf. Die meisten davon sind harmlos.