Die Narrenzunft Gole veranstaltet am Fastnachtsdienstag wieder ihr traditionelles Froschkuttelnessen - und das bereits zum 195. Mal.
Das Froschkuttelnessen ist reine Männersache. Ab 8 Uhr haben sie sich am Riedlinger Rathaus getroffen. Dann sind die Männer in einer Art Polonäse durch die Stadt gezogen und haben danach im Ratssaal Platz genommen.
Froschkutteln am Vormittag - und anschließend per Holzrutsche ins Freie
Rund 350 Plätze gibt es jedes Mal. Das Programm: Wein, Gesang und Büttenreden - bis gegen 10 Uhr die Kutteln aufgetischt wurden. Später verließen die Männer das Rathaus über eine Holzrutsche aus dem ersten Stock.
Zum letzten Mal als Ministerpräsident ist Winfried Kretschmann (Grüne) dabei gewesen. Er nahm nach Angaben des Narrenzunftmeisters zum 47. Mal am Froschkuttelnessen teil - denn seit seiner Schulzeit in Riedlingen ist er Mitglied der Gole-Zunft. CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel kam zum zweiten Mal. Er ist seit vergangenem Jahr Ehrenmitglied.
Froschkuttelnessen: Tradition gibt es schon fast 200 Jahre
Das Froschkuttelnessen in Riedlingen hat eine lange Tradition. Nach Angaben der Narrenzunft Gole gibt es den kulinarischen Höhepunkt der Fastnacht bereits seit 1829. Bei Froschkutteln handelt es sich übrigens nicht um Amphibien, sondern um Innereien von Rind und Schwein.
Frauen sind bei dem Essen ausgeschlossen. Die "Weiber von der Stadt", wie sie sich selbst nennen, feiern in der Zwischenzeit für sich. Später geht es für die Frauen in den sogenannten Hemdglonkern vor das Rathaus. Nachmittags findet in der Stadt ein großer Umzug statt.