KI erkennt Materialien

Aulendorfer Firma sortiert Baustoffe mit Künstlicher Intelligenz

Baustoffe nach dem Abbruch von Gebäuden wieder zu verwenden, ist nicht neu. Eine Firma aus Aulendorf setzt dafür aber erstmals eine Maschine mit Künstlicher Intelligenz (KI) ein.

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Von Autor/in Moritz Kluthe

Auf einem Band sortiert die neue Anlage der Firma Heydt in Aulendorf (Kreis Ravensburg) Bauschutt. Eine Künstliche Intelligenz soll verschiedene Materialien wie Ziegel, Beton, Gips, Holz oder Kunststoff erkennen und sortieren. Und das auch wenn sie stark verstaubt oder verschmutzt seien, heißt es von dem Unternehmen.

Bisherige Systeme seien daran oft gescheitert. Heydt ist nach eigenen Angaben das erste Unternehmen in Deutschland, das auf eine solche rein KI-gestützte Sortieranlage für Bauschutt setzt.

Sortenreiner Ziegelsplitt: So sieht das Ergebnis nach dem Sortieren durch die KI-Anlage aus.
Sortenreiner Ziegelsplitt: So sieht das Ergebnis nach dem Sortieren durch die KI-Anlage aus. Pressestelle Heydt GmbH

Durch die KI könnten noch mehr Baumaterialien wiederverwendet werden als bisher und so etwa Kiesabbau für Beton vermieden werden. Trainiert wurde das System mit mehr als einer Milliarde Abfallbildern. Die KI treffe blitzschnell Entscheidungen - deutlich schneller als ein Mensch.

Mit der neuen Technik holen wir nun auf unserem Recyclinghof mehr aus dem Bauschutt heraus und können Materialien besser trennen.

Das britische Start-Up Recycleye hat die KI programmiert. Die Sortier-Maschine baute der Anlagenbauer Stadler aus Altshausen (Kreis Ravensburg), wie es es in der Pressemitteilung heißt. Sie kostete etwa eine Million Euro. Die Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben unterstützte das Projekt mit einem Zuschuss von rund 200.000 Euro.

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Moritz Kluthe
SWR-Redakteur Moritz Kluthe Autor Bild
Onlinefassung
Florian Peking
SWR-Redakteur Florian Peking Autor Bild

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