700 Kilogramm toter Barben hat der Fischereiverein Riedlingen (Kreis Biberach) in zwei Wochen aus der Donau geholt. Mittlerweile habe sich die Lage aber beruhigt, so der Verein.
Inzwischen trieben nur noch einzelne verendete Fische in der Donau, so die Riedlinger Fischer. Betroffen seien fast ausschließlich ausgewachsene Barben gewesen. Nur wenige Barsch- und ein Welskadaver seien gefunden worden. Die vom Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamt in Aulendorf (Kreis Ravensburg) untersuchten Kadaver hätten keine Auffälligkeiten gezeigt.
Das Veterinäramt des Landkreises Biberach spricht von einem geringfügigen Parasitenbefall bei den untersuchten Fischen und feinen Schwellungen an den Kiemen, die Hinweise auf schlechte Wasserqualität sein könnten. Das Biberacher Wasserwirtschaftsamt weist darauf hin, dass in der Donau wie in anderen Gewässern der Wasserstand extrem niedrig ist. Das könne der Grund für eine höhere Schwebstofffracht und einen niedrigeren Sauerstoffgehalt sein.
Wasserpflanzen produzieren Sauerstoff
Sauerstoffmangel angesichts hoher Wassertemperatur und niedrigen Pegels als alleinige Ursache sei schwer vorstellbar, heißt es von der Fischereibehörde beim Regierungspräsidium Tübingen (RP). Wasserpflanzen produzierten tagsüber durch Photosynthese ausreichend Sauerstoff. Allenfalls in der zweiten Nachthälfte könnte weniger Sauerstoff im Wasser sein. Fäulnisprozesse, die Sauerstoff verbrauchen, seien nicht bekannt.
Tödlicher Hitzestress für geschwächte Fische
Ein massenhaftes Sterben einer Fischart sei in Hitzeperioden dagegen gelegentlich zu beobachten, so die Fischereibehörde. Und zwar, wenn die Fische durch Parasiten oder latente Krankheit geschwächt seien. Ein gewisser Hitzestress obendrauf sei dann der Auslöser für das Sterben der Tiere. Insofern könnten mehrere Faktoren dafür gesorgt haben, dass massenhaft Barben in der Donau bei Riedlingen verendet sind.