Fischer bergen 700 Kilogramm tote Barben

Massenhaft Fische verenden in der Donau bei Riedlingen

In den vergangenen zwei Wochen haben Fischer jede Menge tote Fische aus der Donau bei Riedlingen geholt. Die Hitze war dabei wohl ein Faktor - aber nicht die einzige Ursache.

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Von Autor/in Johannes Riedel

700 Kilogramm toter Barben hat der Fischereiverein Riedlingen (Kreis Biberach) in zwei Wochen aus der Donau geholt. Mittlerweile habe sich die Lage aber beruhigt, so der Verein.

Inzwischen trieben nur noch einzelne verendete Fische in der Donau, so die Riedlinger Fischer. Betroffen seien fast ausschließlich ausgewachsene Barben gewesen. Nur wenige Barsch- und ein Welskadaver seien gefunden worden. Die vom Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamt in Aulendorf (Kreis Ravensburg) untersuchten Kadaver hätten keine Auffälligkeiten gezeigt.

Das Veterinäramt des Landkreises Biberach spricht von einem geringfügigen Parasitenbefall bei den untersuchten Fischen und feinen Schwellungen an den Kiemen, die Hinweise auf schlechte Wasserqualität sein könnten. Das Biberacher Wasserwirtschaftsamt weist darauf hin, dass in der Donau wie in anderen Gewässern der Wasserstand extrem niedrig ist. Das könne der Grund für eine höhere Schwebstofffracht und einen niedrigeren Sauerstoffgehalt sein.

Wasserpflanzen produzieren Sauerstoff

Sauerstoffmangel angesichts hoher Wassertemperatur und niedrigen Pegels als alleinige Ursache sei schwer vorstellbar, heißt es von der Fischereibehörde beim Regierungspräsidium Tübingen (RP). Wasserpflanzen produzierten tagsüber durch Photosynthese ausreichend Sauerstoff. Allenfalls in der zweiten Nachthälfte könnte weniger Sauerstoff im Wasser sein. Fäulnisprozesse, die Sauerstoff verbrauchen, seien nicht bekannt.

700 Kilogramm tote Fische in der Donau bei Riedlingen
Mitglieder des Fischereivereins Riedlingen haben in den vergangenen Tagen haufenweise tote Fische aus der Donau geholt. Eugen Scherer

Tödlicher Hitzestress für geschwächte Fische

Ein massenhaftes Sterben einer Fischart sei in Hitzeperioden dagegen gelegentlich zu beobachten, so die Fischereibehörde. Und zwar, wenn die Fische durch Parasiten oder latente Krankheit geschwächt seien. Ein gewisser Hitzestress obendrauf sei dann der Auslöser für das Sterben der Tiere. Insofern könnten mehrere Faktoren dafür gesorgt haben, dass massenhaft Barben in der Donau bei Riedlingen verendet sind.

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Johannes Riedel
SWR-Redakteur Johannes Riedel Autor Bild

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