Die 23 Berufsfischer an Untersee und Rhein haben insgesamt rund 83 Tonnen Fisch gefangen - ein Minus von gut fünf Prozent im Vergleich zu 2024. Die Fangerträge liegen damit weiter deutlich unter denen früherer Jahre.
Einen neuen Tiefststand verzeichneten die Berufsfischer nach eigenen Angaben beim Felchenfang: Gerade mal 23 Tonnen Felchen gingen ihnen ins Netz. So wenig wie noch nie, heißt es seitens des Fischereivereins Untersee und Rhein. Zum Vergleich: Bis vor knapp zehn Jahren waren es noch 100 Tonnen Felchen und mehr. An Untersee und Rhein darf der Felchen noch gefangen werden - im Gegensatz zum Obersee, wo ein dreijähriges Fangverbot dafür sorgen soll, dass sich die Bestände erholen. Es läuft Ende dieses Jahres aus.
Weniger Felchen, dafür mehr Kretzer, Welse und Zander
Dafür holten die Berufsfischer an Untersee und Rhein 2025 mehr Kretzer aus dem Wasser, ebenso mehr Welse und Zander. Auch Karpfen, Hechte, Rotaugen und Schleien waren wieder in den Netzen.
Kormorane bereiten den Fischern weiter Sorgen
Sorgen bereiten den Berufsfischern unter anderem weiter die vielen Kormorane. Die Vögel gelten als geschützte Art, sind am Bodensee aber auch für ihren großen Appetit auf Fische bekannt. Hoffnung setze man in das Kormoranmanagement des Landes. Das Interreg-Projekt "Fischartenschutz und Kormoranmanagement am Bodensee" ist im Januar 2026 gestartet und läuft drei Jahre.
Ziel des Projektes ist es, den Schutz gefährdeter Fischarten in der Bodenseeregion durch internationale, mit allen Bodensee-Anrainern abgestimmte Maßnahmen, verstärkt voranzutreiben.
Dreijähriges Fangverbot Felchen-Comeback im Bodensee: Erste Hoffnung für die Fischer seit Fangverbot
Seit Anfang 2024 dürfen die Fischer am Obersee des Bodensees keine Felchen mehr fangen. Nun gibt es Hoffnung, denn der Bestand scheint sich zu erholen.