Eine neue Airline will ab dem 1. September innerdeutsche Flüge am Flughafen in Friedrichshafen anbieten. Das Besondere: Das Unternehmen "Flyvbird" - ein Start-up aus Stuttgart - bietet Verbindungen ohne festen Flugplan an.
Die Flüge nach Frankfurt, Hamburg oder Münster finden "on demand" statt - also auf Abruf, je nach Wunsch und Nachfrage der Passagiere. Gebucht wird übers Internet oder in Reisebüros. Daneben bietet die Airline dreimal pro Woche feste Verbindungen nach Strausberg bei Berlin und Mönchengladbach an.
Flughafen Friedrichshafen: Nachfrage nach Angebot ist da
Das Angebot werde bereits vor dem Start gut nachgefragt, sagte ein Sprecher des Flughafens. Einzelne Flüge seien sogar schon ausgebucht.
Ursprünglich wollte die Airline schon im Mai starten, hatte den Erstflug dann aber auf den 1. September verschoben.
Fluggäste dürfen sich Reiseziele selbst aussuchen Neuartiges Konzept: "Fly on demand" am Flughafen in Friedrichshafen geplant
Flüge anfrage wie eine Mitfahrgelegenheit: Ein Start-Up will 2025 ein neuartiges Konzept am Flughafen in Friedrichshafen anbieten. Fluggäste können dabei selbst Reiseziele vorschlagen.
Bodensee-Airport mit großen wirtschaftlichen Problemen
Der Bodensee-Airport in Friedrichshafen hat seit Jahren mit sinkenden Passagierzahlen zu kämpfen. Ein Faktor dabei: Die einzige Verbindung zum Drehkreuz Frankfurt wurde im Frühjahr 2024 von der Lufthansa auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.
Außerdem kämpft der Flughafen auch immer wieder mit wirtschaftlichen Problemen. Im vergangenen Jahr fuhr der Bodensee-Airport Verluste von 4,1 Millionen Euro ein und musste Beschäftigte in Kurzarbeit schicken. Im April beschloss der Friedrichshafener Gemeinderat weitere Finanzhilfen in Millionenhöhe, die aber an Bedingungen geknüpft sind. Unter anderem sollen die Passagierzahlen wieder steigen.