Vor knapp drei Wochen war ein Mann aus der forensischen Psychiatrie in Reichenau, Kreis Konstanz geflohen. Nach ihm wurde international gefahndet. Jetzt wurde er gefasst.
Im Süden von Italien ist der 20-Jährige laut einer Mitteilung der Polizei festgenommen worden. Nähere Angaben dazu machte die zuständige Polizei in Konstanz nicht. Nun klären die Behörden beider Länder die Details zu einer möglichen Auslieferung, so die Polizei.
Flucht bei Spaziergang auf Klinikgelände
Der Mann war Ende November während eines begleiteten Spaziergangs auf dem Klinikgelände in Reichenau geflohen. Einer der beiden Pfleger hatte nach Klinikangaben versucht, ihn zu verfolgen, aber nicht mehr einholen können. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb zunächst ohne Ergebnis. Laut ZfP Reichenau hatte es im Vorfeld keine Hinweise auf eine bevorstehende Flucht gegeben.
Internationale Fahndung nach dem Mann
Tagelang fahndete die Polizei nach dem 20-jährigen, und warnte die Bevölkerung. Der Mann könne gewalttätig werden, hieß es. Nach einer knappen Woche wurde die Fahndung auch international ausgeschrieben.
Laut Staatswanwaltschaft hatte der 20-Jährige im vergangenen Jahr einen Mitbewohner in einer Asylunterkunft in Trossingen im Kreis Tuttlingen mit einem Messer angegriffen und ihn durch einen Stich in den Bauch lebensgefährlich verletzt. Das Opfer sei damals notoperiert und gerettet worden. Das Urteil lautete auf versuchten Mord im Zustand der Schuldunfähigkeit. Deshalb wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.