Verhandlung in Konstanz

Höri-Mordprozess: Polizist berichtet von der Bergung der Leiche

Der Fund der Leiche des Opfers im Höri-Mordprozess hatte für Aufsehen gesorgt. Vor Gericht ging es jetzt um deren Bergung aus fast zwei Metern Tiefe.

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Stand

Nach dem Fund der Leiche des Opfers im sogenannten Höri-Mordprozess hat am Dienstag vor dem Landgericht Konstanz ein Polizist über die Bergung des Körpers gesprochen. Der Angeklagte habe ungefähr angegeben, wo der Leichnam in einem Garten im Örtchen Hemmenhofen auf der Höri liegen musste, berichtete der Ermittler.

Mit einer Sonde sei im Erdreich dann an einer Hauswand ein Hohlraum entdeckt worden. Anschließend hätten sich die Kriminaltechniker mit Hilfe eines Baggers Schicht für Schicht in die Tiefe vorgearbeitet. In 1,80 Metern Tiefe sei die Leiche des Opfers gefunden worden, eingepackt in eine Plane, sagte der Polizist weiter.

Nach Leichenfund im Höri-Mordfall brachte DNA-Analyse Gewissheit

Die sterblichen Überreste waren vergangene Woche nach Hinweisen des Angeklagten gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft gab dann am Montag bekannt, dass es sich bei der Leiche tatsächlich um den vor fünf Jahren getöteten Mann handelte. Dies habe eine DNA-Analyse ergeben. Der Mann war damals 51 Jahre alt.

Die Anklagebehörde war ursprünglich davon ausgegangen, dass der Leichnam von dem Angeklagten zerstückelt und in einer chemischen Substanz aufgelöst worden sei. Über die Ergebnisse der Obduktion und möglicherweise auch über die Todesursache berichtet nächste Woche im Mordprozess eine Rechtsmedizinerin aus Freiburg.

Der Angeklagte soll aus Habgier gemordet haben

Der Angeklagte, der zuletzt in Kleve in Nordrhein-Westfalen lebte, soll laut Staatsanwaltschaft am 2. Juni 2019 aus Habgier den Halbbruder seiner damaligen Freundin am Bodensee getötet haben. Von der Leiche fehlte aber lange jede Spur.

Der Tatverdächtige war im Juni dieses Jahres in seiner Wohnung in Kleve festgenommen worden. Er wurde mit Hilfe von verdeckten Ermittlern überführt.

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