Forschung an nächster Solarzellen-Generation

Millionenförderung für Konstanzer Solarforscher

Förderung vom Umweltministerium Baden-Württemberg: Das Internationale Forschungszentrum für Solarenergie in Konstanz erhält fast neun Millionen Euro.

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Von Autor/in Stefanie Baumann

Solarforscher am Bodensee können sich kurz vor Weihnachten über eine millionenschwere Finanzspritze des Landes freuen. Das Internationale Forschungszentrum für Solarenergie (ISC) in Konstanz erhält 8,7 Millionen Euro vom Umweltministerium Baden-Württemberg.

Das ISC Konstanz erforscht, wie man Solarzellen besser machen kann. Das Institut hat zum Beispiel die Solarmodule entwickelt, mit denen im Sommer das Elektroschiff "MS Insel Mainau" auf dem Bodensee unterwegs ist. Das Besondere dieser sogenannten Zebra-Zellen: Sie nutzen das Sonnenlicht von beiden Seiten.

Förderung für neue Maschinen und neue Technologien

Mit dem Fördergeld soll eine Erneuerung der Pilotforschungslinie von Solarmodulen unterstützt werden. Ziel des Projekts ist es laut ISC, moderne Pilotproduktions- und Testanlagen zur Entwicklung effizienter und nachhaltiger Solarzellen und Module auszubauen. Damit stärke das ISC nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarindustrie, sondern treibe auch die Energiewende entscheidend voran, heißt es weiter.

Die Förderung ist ein echter Meilenstein für uns. Sie gibt uns die Möglichkeit, dringend benötigte Maschinen zu erneuern und neue Technologien voranzutreiben. Das stärkt nicht nur unsere Forschung, sondern auch die Innovationskraft des deutschen Maschinenbaus.

Ziel seit fast 20 Jahren: Die Energiewende voranbringen

Das ISC wurde 2005 von Physikern an der Universität Konstanz als gemeinnütziger Verein gegründet. Mittlerweile hat das Institut im Konstanzer Industriegebiet mehr als 60 Beschäftigte und will sich räumlich erweitern. Um dem steigenden Bedarf an optimierten Photovoltaik-Lösungen gerecht zu werden, hat das ISC nach Angaben der Verantwortlichen mit einem Erweiterungsbau des Forschungszentrums begonnen und setzt dabei auf die Unterstützung von Spenderinnen und Spendern.

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