Mit gerade einmal neun Jahren organisiert Ben Fischbach aus Amtzell (Kreis Ravensburg) gemeinsam mit seinem Vater ein Festival im württembergischen Allgäu. Der Erlös soll Kindern in Not zugutekommen. Im Internet ist die Begeisterung groß für das Engagement des Grundschülers.
Ich wollte schon immer mal mein eigenes Festival machen. Deswegen mache ich dieses Jahr hier im Allgäu das wunderschöne Lumpi Fäscht.
Festival als Kindheitstraum - "Lumpi" macht es möglich
Einmal im Leben ein Festival auf die Beine stellen, so wie es sein Papa macht, das war schon immer der Traum von Ben Fischbach aus Neuwies bei Amtzell. Dass die Ankündigung seines Planes im Internet viral gehen würde, hätten weder er noch seine Eltern gedacht. Denn auf Instagram bekommen seine kleinen Videos Zehntausende von Klicks und Likes. Das liegt vielleicht auch daran, dass Ben, genannt "Lumpi", den Erlös des Festivals für Kinder in Not spenden will.
"Ich wollte kranken Kindern helfen und mein Fest machen, weil die mir einfach leid tun", erklärt der Neunjährige im Interview mit dem SWR. Verschiedene Größen des Musikgeschäfts hat er schon für sein Projekt gewonnen. Dazu gehören beispielsweise DJ Robin und Le Shuuk. Die Fantastischen Vier sind für die Benefiz-Veranstaltung sogar angefragt.
"Lumpi" tritt in die Fußstapfen vom Vater
Bens Vater Tim hilft bei der Organisation. Er ist Veranstaltungstechniker und kennt sich aus. Von der großen Bühne über das Catering bis zu den sanitären Anlagen muss alles akribisch organisiert werden. Einen Anstoß dafür müsse er seinem Sohn nicht geben. Veranstaltungstechnik sei schon immer Bens Hobby gewesen, ganz im Gegensatz zu Lego und Playmobil, erklärt Tim Fischbach. Ben sei einfach stolz darauf in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und das mache ihn natürlich ebenfalls glücklich.
Bens Spitzname "Lumpi" hat er von seiner Mutter. "Dann haben wir eins und eins zusammen gezählt und so ist das Lumpifest entstanden", sagt Tim Fischbach.
Mama verleiht Bodenhaftung: Erst Hausaufgaben, dann Lumpi Fäscht
Mutter Lea sorgt auch dafür, dass Ben nicht die Bodenhaftung verliert: "Also Hausaufgaben sind immer das erste, was gemacht werden muss, und lernen, und dann geht es an die Veranstaltungsplanung." Noch bis zum 21. August haben die Fischbachs und ihre Helfer und Unterstützer für die Planung Zeit, denn dann steigt das dreitägige Fest in Amtzell bei Ravensburg.