Wer diesen Sommer auf den Säntis will, muss zu Fuß gehen. Auf den höchsten Berg der Ostschweiz wird eine neue Schwebebahn gebaut. Seit Anfang Mai laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Ein wichtiger Schritt: die alten Kabinen abhängen.
Kabinen der Säntis-Schwebebahn haben nach 26 Jahren ausgedient
Am frühen Dienstagmorgen hatten die Arbeiten an den Kabinen bereits begonnen. Rund zwei Stunden hat es laut Betreiber gedauert, bis eine der beiden Kabinen abgehängt war. Das habe eine gute Vorbereitung und viel Logistik benötigt, sagte der technische Leiter der Säntis-Schwebebahn AG dem SWR. Auch der plötzliche Wintereinbruch sei eine Herausforderung gewesen.
Die alten Kabinen wurden zuletzt noch genutzt, um Baumaterialien auf den Gipfel zu transportieren. Sie waren rund 26 Jahre im Einsatz. Nun sollen die alten Kabinen verkauft werden. An wen genau, ist laut Betreiber noch nicht klar.
Neue Kabinen der Schwebebahn versprechen mehr Komfort für die Gäste
Mit der neuen Schwebebahn auf den Säntis kommen auch neue Kabinen. Sie haben zwar nach wie vor Platz für 85 Personen, seien aber größer und damit komfortabler, so die Säntis-Schwebebahn AG. Die größte Veränderung bei der neuen Bahn: Es wird nur noch eine statt zwei Stützen geben, sie wird erhöht, ebenso wie die Seilspannung. Dadurch und durch die größere Pendelfreiheit sind die Kabinen nach Angaben des technischen Leiters stabiler bei Starkwind und Böen.
Ein Grund für den Neubau war eine Lawine im Jahr 2019. Sie hatte eine der beiden Stützen beschädigt. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 22 Millionen Franken. Die neue Bahn soll Ende des Jahres in Betrieb gehen.