Nach gescheiterter Bergung vor zwei Jahren

"Säntis"-Wrack im Bodensee: Aufräumarbeiten dauern weiter an

Auch zwei Jahre nach der gescheiterten Bergung des Dampfschiffs "Säntis" dauern die Aufräumarbeiten an. Der Schiffsbergeverein Romanshorn spricht von einer großen Herausforderung.

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Von Autor/in Viktoria Clausnitzer

Er wollte das vor gut 90 Jahren im Bodensee versenkte Dampfschiff bergen – doch das Projekt des Schiffsbergevereins Romanshorn (Kanton Thurgau) scheiterte vor rund zwei Jahren. Der Verein hatte zweimal versucht, das Schiff zu bergen und gab schließlich auf. Das Aufräumen rund um das Wrack am Seegrund aber dauert an.

Zugefrorener Hafen und viel Wind haben "Säntis"-Aufräumarbeiten verzögert

In 210 Meter Tiefe liegt noch Material von den beiden Versuchen, das Wrack des Dampfschiffs "Säntis" vom Grund des Bodensees zu bergen. Ein zugefrorener Hafen und viel Wind hätten die Aufräumarbeiten erschwert und daher verzögert, so Silvan Paganini, Präsident des Schiffsbergevereins Romanshorn auf SWR-Anfrage.

Schläuche, Leinen und Kabel habe man bereits aus dem Wasser holen können. Hebesäcke und Stahlseile seien noch auf dem Grund. Um sie aus dem Wasser zu holen, brauche es einen großen Tauchroboter mit Schneidewerkzeugen. Der aber darf sich Paganini zufolge nicht im Wrack verfangen – eine Herausforderung für die Mitglieder des Schiffsbergevereins. Wie lange die Aufräumarbeiten noch dauern, sei unklar.

Technische Probleme ließen Bergung des Dampfschiffs scheitern

Der Schiffsbergeverein Romanshorn hatte jahrelang versucht, das Dampfschiff "Säntis" vom Grund des Bodensees zu holen und zu konservieren – und dafür auch mehrere Profitaucher gesucht. Die Idee: Das über 120 Tonnen schwere Schiff unter anderem mit Hilfe von aufblasbaren Hebesäcken an die Wasseroberfläche zu bringen. Doch gleich zwei Versuche scheiterten aufgrund technischer Probleme. In einem Fall etwa hatte sich eine Stahlleine mit dem Kabel eines Tauchroboters verknotet.

Der Verein wollte daraufhin einen dritten Bergungsversuch starten und die dafür nötige Summe von einer Million Franken per Crowdfunding-Kampagne sammeln. Doch es kam nicht genug Geld zusammen, der Verein erklärt das Projekt für beendet. Wer gespendet habe, bekomme sein Geld zurück, so der Verein.

Trotz des Rückschlags schaut der Schiffsbergeverein positiv in die Zukunft. Er hat bereits neue Ideen und Projekte. Eines davon: die Überreste eines Flugzeugwracks aus dem Bodensee zu bergen.

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Viktoria Clausnitzer
SWR-Redakteurin Viktoria Clausnitzer Autorin Bild
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Dirk Polzin
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