Klimaforschung aus dem All

Satellit "Biomass" startet mit Technik vom Bodensee in den Weltraum

Wie geht es unseren Wäldern? Diese Frage soll der Satellit "Biomass" künftig beantworten. Am Dienstagvormittag ist er ins All gestartet - mit Messtechnik vom Bodensee.

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Von Autor/in Christina Koppenhöfer

Unsere Wälder sind entscheidend für das Klima – doch wie geht es ihnen eigentlich? Diese Frage soll der Satellit "Biomass" der europäischen Weltraumorganisation ESA künftig beantworten. Dienstagvormittag ist er ins Weltall gestartet – ausgestattet mit Messtechnik von Airbus in Immenstaad im Bodenseekreis.

Der Erdbeobachtungssatellit hob laut der Nachrichtenagentur dpa um 11.15 Uhr (MESZ) an Bord einer Vega-C-Rakete ab. Um 12.27 Uhr empfing das Kontrollzentrum in Darmstadt das Signal des Satelliten und übernahm damit die Kontrolle über die Sonde.

Auf der Website der ESA kann man den Start ins All live verfolgen.

Neue Radartechnik soll Wälder vermessen

Sechs Mal wird der Satellit in den nächsten fünfeinhalb Jahren die Wälder der Erde vermessen. Mithilfe einer neuen Radartechnik dringt er durch die Baumkronen bis zum Waldboden und liefert präzise Daten zur Höhe und Dichte der Bäume. Neun Monate braucht er, um alle Wälder der Erde zu kartieren. In den kommenden Jahren soll er wichtige Daten für Klimamodelle liefern.

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Wälder speichern Kohlenstoffdioxid – weniger Bäume bedeuten mehr Treibhausgas in der Atmosphäre und eine stärkere Erderwärmung. Über die Menge der Bäume und das in ihnen gespeicherte Kohlenstoffdioxid, also die Biomasse, gibt es bisher nur Schätzungen. Der gleichnamige Satellit "Biomass" soll nun zeigen, wie sich der Zustand der Wälder über die Zeit verändert und welche Auswirkungen das auf das Klima hat.

Messgerät vom Bodensee

20 Jahre lang dauerte die Entwicklung, gebaut wurde der Satellit von dem Luft- und Raumfahrtunternehmen Airbus. Sein Messgerät kommt aus Immenstaad am Bodensee.

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