Es gibt einen neuen Stand (6.12.2025)
In Ravensburg soll vergangene Woche eine Sondereinheit der Polizei eine falsche Wohnung gestürmt und am frühen Morgen eine Familie mit sechs Kindern auf den Boden gezwungen haben. Die "Schwäbische Zeitung" hatte zuerst darüber berichtet.
Polizeieinsatz: Familie war in Wohnung nicht gemeldet
Demnach übt der Anwalt der Familie scharfe Kritik an dem Vorgehen. Angeordnet hatte den Einsatz das Polizeipräsidium Stuttgart. In dem Mehrfamilienhaus sei nur die Familie eines Tatverdächtigen gemeldet gewesen, so das Präsidium auf SWR-Anfrage, die von der Stürmung betroffene Familie nicht. Sie habe dort rechtswidrig gewohnt.
Der Anwalt der Familie bestreitet das. Seine Mandanten würden seit 2023 in der Wohnung leben und seien dort auch angemeldet.
Es sei um eine Hausdurchsuchung gegangen, heißt es vom Polizeipräsidium weiter. Die Beamten hätten aber schnell erkannt, dass sie in der falschen Wohnung sind. Man habe sich daher entschuldigt und der Familie ein Gespräch zur Aufarbeitung des Vorfalls angeboten. Zudem bezahle man die aufgebrochene Wohnungstür.
Sondereinheit stürmt falsche Wohnung: Polizei äußert sich nicht zu möglichen Konsequenzen
Keine Angaben machte die Polizei, ob die Eltern und ihre sechs Kinder auf den Boden gezwungen wurden und um was es überhaupt ging. Man werde in absehbarer Zeit mehr dazu berichten, so das Polizeipräsidium Stuttgart.
In der Regel werden solche Einsätze auch polizeiintern aufgearbeitet. Dazu machte das Stuttgarter Präsidium zunächst aber ebenfalls keine Angaben.