Am 8. Mai endete auch in der Region Bodensee-Oberschwaben der Zweite Weltkrieg offiziell. Ein bedeutsamer Tag für viele Zeitzeugen aus der Region Bodensee-Oberschwaben.
Manfred Sauter wurde in Friedrichshafen ausgebombt
Das Kriegsende erlebte Manfred Sauter in Litzelbach bei Altshausen (Kreis Ravensburg). Dort kam die Familie unter, nachdem ihr Haus bei einem Bombenangriff auf Friedrichshafen komplett zerstört worden war. Manfred Sauter selbst hat als Kind Bombenangriffe und Fliegeralarm erlebt. Nachdem ein Nachbarhaus getroffen wurde, brachte der Vater ihn und seine Schwester nach Altshausen.
Soweit ich mich erinnern kann, war alles gottfroh, dass es vorbei war.
Alois Thoma kämpfte bis zum Schluss als Flak-Helfer
Alois Thoma aus Baienfurt hat das Kriegsende als Jugendlicher im Kampfeinsatz erlebt. Er wurde eingezogen und kämpfte als Flakhelfer auf Flugplätzen in Bayern. "Wir haben nur Angst gehabt. Todesangst", erinnert sich Alois Thoma im SWR-Interview. Als der Krieg endete, wurde er in Regensburg gefangen genommen. Später kam er ins berüchtigte Rheinwiesenlager. Dort gingen Krankheiten unter den Kriegsgefangenen um, es gab nur wenig zu essen. Er überlebte knapp.
Paul Breins verlor den Vater im Krieg
Paul Breins aus Urlau bei Leutkirch (Kreis Ravensburg) erlebte das Kriegsende zuhause. Dort erinnert er sich daran, wie die Soldaten der Franzosen einmarschierten. "Es war ein regnerischer Tag. Trotzdem sind die Menschen an der Straße gestanden und haben den Franzosen zugejubelt. Und die haben mir und meiner Schwester Schokolade geschenkt. Sowas kannten wir vorher gar nicht."
Vor 80 Jahren endete der Krieg Paul Breins aus Urlau verlor seinen Vater im Zweiten Weltkrieg
Er war noch ein Kind als der Zweite Weltkrieg in der Region Bodensee-Oberschwaben endete. Besonders schmerzt Paul Breins bis heute, dass sein Vater nie aus dem Krieg heimkehrte.
Besonders schmerzlich bis heute für ihn, dass sein Vater nie wieder aus dem Krieg heimkehrte. "Der ist auf dem Rückzug auf eine Mine getreten und war sofort tot", so Breins. Doch das habe er erst Jahrzehnte danach erfahren.
Wilfried Steuer freute sich über schulfreie Zeit
Wilfried Steuer aus Langenenslingen (Kreis Biberach) erlebte den Einmarsch der Franzosen und das Kriegsende vor 80 Jahren im Schwarzwald. Auch er erinnert sich an die Franzosen und die Marokkaner, die Schokolade verteilten. Als der Krieg vorbei war, erinnert er sich vor allem an eine Sache, die er als besonders empfand: "Wir Kinder waren in erster Linie froh, dass wir nicht mehr in die Schule mussten. Wir hatten von April bis November 1945 keine Schule gehabt. Das haben wir nicht so ernst genommen."
Er verbringt diese Zeit bei Verwandten in Bachhaupten bei Bad Saulgau. Dort arbeitet er in der Landwirtschaft mit. Für ihn ein schönes Leben.