Biberachs letztes erhaltenes Stadttor hat ein Statikproblem. Seit mehreren Jahren neigt sich das Ulmer Tor zur Seite. Jetzt steht eine umfangreiche Sanierung an.
Mittlerweile hat sich das Stadttor an der Spitze fast 30 Zentimeter in Richtung Innenstadt geneigt. Der Grund dafür: Ein Teil des Tors steht auf der stabilen Stadtmauer, ein anderer Teil auf Holzpfählen. Die stehen wiederum im Grundwasser und geben inzwischen nach.
Ulmer Tor bleibt schief
Damit das Ulmer Tor wieder einen sicheren Stand bekommt, werden entlang der Fundamentmauern Löcher gebohrt. Unterirdisch werden dann Querträger in das Fundament einbetoniert, die das Gewicht des Gebäudes tragen sollen. Dieses aufwendige Verfahren kostet rund drei Millionen Euro. Laut Stadt hat es aber den Vorteil, dass wenig in die historische Substanz eingegriffen werden muss. Das Ulmer Tor wird durch die Sanierung aber nicht wieder aufgerichtet. Das Stadttor bleibt also schief. Es soll durch die Maßnahmen aber nicht noch weiter kippen.
Für den Verkehr ist das Ulmer Tor während der Sanierung gesperrt. Sie soll Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Der Verkehr wird währenddessen umgeleitet. Anlieger und Besucher der Geschäfte und Praxen in der Ulmer-Tor-Straße kommen aber bis zur Baustelle durch. Fußgänger können außerdem über eine Passage am Ulmer Tor vorbei.