Diepoldsau im St. Galler Rheintal wird Standort eines neuen Vermittlungszentrums. Das Jüdische Museum Hohenems wurde mit der inhaltlichen Entwicklung des Zentrums betraut, das an die Geschichten geflüchteter Menschen während des Nationalsozialismus erinnern soll.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Geschichtsprojekt
Von 1938 bis 1945 flohen Tausende Flüchtlinge vor dem deutschen Nazi-Regime - viele versuchten, die Schweiz zu erreichen. Wie in der Region Diepoldsau. Nicht zuletzt deswegen soll dort nun das neue Vermittlungszentrum entstehen. In diesem sollen Fluchtgeschichten aufgearbeitet und erzählt werden.
Zwei Jahre lang hatte der Kanton St. Gallen die Vorarbeiten koordiniert. Jetzt übernimmt ein Verein das Projekt. Und er hat das Jüdische Museum Hohenems in Vorarlberg beauftragt, das Zentrum fachlich zu entwickeln. Dieses spricht von einem einzigartigen, transnationalen Vorhaben. Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Museum läuft vorerst bis 2028 - bis dahin stellt das Kulturamt gut 1,2 Millionen Schweizer Franken bereit.
Weitere Stationen auf Hör-Radweg
Inhaltlich konkret wurde es bereits bei dem Hör-Radweg "Über die Grenze". Er wurde um weitere Stationen auch in der Schweiz erweitert. Entlang der Vorarlberger Radroute Nr. 1 und an ausgewählten Orten in der Schweiz und Liechtenstein markieren symbolische Grenzsteine 65 Hörstationen zu Flüchtlingsschicksalen. Per QR-Code können Interessierte mehr zu den speziellen Orten und ihren Geschichten erfahren.