Invasive Art breitet sich rasant im Bodensee aus

Im Kampf gegen Quagga-Muschel: Landesregierung setzt auf Forschung

Die Quagga-Muschel breitet sich seit Jahren rasant im Bodensee aus und bedroht damit das heimische Ökosystem. Die Landesregierung plant deshalb weitere Forschungsprojekte.

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Von Autor/in Christina Koppenhöfer

Die Quagga-Muschel: Seitdem sie, vermutlich von Booten, in den Bodensee eingeschleppt worden ist, breitet sie sich seit Jahren rasant aus. Die invasive Art bedroht damit das heimische Ökosystem. Das Umweltministerium Baden-Württemberg setzt deshalb auf weitere Forschung, um der Muschel zu begegnen.

Überwachung der Muschelbestände im Bodensee

Gemeinsam mit Österreich und der Schweiz sei bereits ein grenzübergreifendes Konzept zur Überwachung der Muschelpopulation entwickelt worden, so das Ministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage des Singener SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz. Ziel sei es, die Verbreitung und Dichte der Quagga-Muscheln genau zu erfassen. Vor Friedrichshafen wurden im vergangenen Jahr auf einem Quadratmeter beispielsweise fast 37.000 Muscheln gezählt.

Neue Studie zur Quagga-Muschel startet im Herbst

Ab Herbst soll ein dreijähriges Forschungsprojekt klären, ob muschelfressende Fische wie Rotaugen oder Karpfen helfen können, die Quagga-Muschel einzudämmen. Auf Grundlage der Ergebnisse könnten diese Fischarten künftig gezielt gefördert werden, zum Beispiel durch Schutzmaßnahmen.

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Quagga-Muschel bedroht das Ökosystem im Bodensee

Die invasive Muschelart breitet sich nach Angaben des NABU seit rund zehn Jahren im Bodensee aus. Sie vermehrt sich stark, setzt sich an Rohren und Bootsrümpfen fest und filtert große Mengen Plankton aus dem Wasser, was Auswirkungen auf die Nahrungskette und die heimische Fischpopulation haben könnte.

Die Muscheln machen nicht nur dem Ökosystem zu schaffen, sie verstopfen auch die Leitungen der Bodensee-Wasserwerke, die Trinkwasser für Millionen Menschen liefern. Die Larven der Quagga-Muscheln schwimmen laut der Bodensee-Wasserversorgung in die Leitungen und setzen sich als Muscheln auf und in den Entnahmeleitungen und Förderanlagen fest. Einfluss auf die Qualität des Wassers haben die Eindringlinge demnach nicht. 

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Christina Koppenhöfer
SWR-Reporterin Christina Koppenhöfer Autorin Bild

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