Die See- und Wasserschutzpolizeien rund um den Bodensee und am Hochrhein haben eine Bilanz für 2025 gezogen. Demnach gab es etwas mehr Unfälle, dafür weniger Tote auf dem Wasser. Elf Menschen starben im vergangenen Jahr bei Bade- und Schiffsunfällen zwischen Bregenz, Romanshorn und Überlingen, sechs weniger als im Vorjahr.
Ermittlungen der Polizei laufen Motorboot rammt Segelboot auf dem Bodensee: Frau stirbt
Tödliche Kollision auf dem Bodensee: Bei einem Zusammenstoß eines Motorboots mit einem Segelboot ist eine Frau gestorben. Ein Mann konnte sich noch retten.
Die Zahl der Schiffsunfälle ist international leicht gestiegen auf 146. Auf baden-württembergischer Seite wurde mit 104 Unfällen, an denen Schiffe beteiligt waren, ein neuer Höchststand erreicht.
Zuständig sind die Wasserschutzpolizeien in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die mehr als 530 Quadratkilometer große Seefläche und den 21 Kilometer langen Hochrheinabschnitt zwischen Konstanz und Schaffhausen.
Die meisten tödlichen Unfälle geschahen beim Baden
Allein auf baden-württembergischer Seite zählten die Wasserschutzpolizeistationen Friedrichshafen, Konstanz und Überlingen im vergangenen Jahr sechs Tote. Bei Überlingen (Bodenseekreis) zum Beispiel starb im Juli ein 28-jähriger Mann beim Baden, vor der Insel Reichenau ertrank ein 58-jähriger Schwimmer. Seine Leiche wurde erst Tage später gefunden.
Zudem ereigneten sich auf baden-württembergischer Seite 104 Schiffsunfälle am und auf dem Bodensee. Das sei der höchste Stand seit zehn Jahren, heißt es in der Statistik. Der entstandene Schaden habe bei rund zwei Millionen Euro gelegen. Teuer wurde es vor allem in Kressbronn (Bodenseekreis), als ein Luxus-Motorboot beim Einwassern in den See auf die Hafenmauer und ins Hafenbecken stürzte. Schaden: 1,5 Millionen Euro.
Häufige Unfallursache: Leichtsinn und Selbstüberschätzung
Gut die Hälfte der Schiffsunfälle ereignete sich in Häfen und an Steganlagen beim Manövrieren. Hauptunfallursache war laut Statistik "mangelhafte Sorgfalt" der Schiffsführer - fehlende Erfahrung, Selbstüberschätzung, Fehlverhalten. Viele Freizeitkapitäne seien zu leichtsinnig und könnten die Wettersituation nicht richtig einschätzen, heißt es in dem Bericht. So mussten mehr als 250 Menschen aus Seenot gerettet werden.