"Fast in jedem zweiten Jahr wird es Mitte November so warm", sagt Meteorologe Bernd Madlener vom SWR Wetterteam. Wer Zeit hatte, genoss deshalb die Sonnenstrahlen zum Beispiel auf der Siggener Höhe im Allgäu. Viele Radler und Wanderer waren am Donnerstag dort unterwegs. Sie hatten zudem einen gigantischen Ausblick auf den Bodensee und die Alpen.
Die Schweizer Nachbarn bezeichnen dieses Phänomen als 'Martinisümmerli'
Schon in den letzten 10 bis 20 Jahren könne man dieses Phänomen beobachten, sagt der Meteorologe Madlener. Im Extremfall hätten die Temperaturen sogar schon bei 25 Grad gelegen. Dann spricht man von einem Sommertag. Die Schweizer bezeichnen dieses Phänomen um den 11. November herum als "Martinisümmerli". Abgeleitet vom St. Martinstag.
Ganz andere Situation rund um den Bodensee
Direkt am Bodensee ist die Situation eine ganz andere, sagt der Meteorologe. Hier liege kalte Luft über dem See, die von der Sonne - da sie so tief steht - kaum noch erwärmt werden kann. Das führe zu zum Teil zähem Nebel, der sich manchmal den ganzen Tag über nicht auflöse. Zudem fehle durch das Hochdruckgebiet der Wind, der die kalte Luft wegblasen könnte.
Das Wetter ändert sich am Wochenende
Leider ist es mit dem schönen, warmen Wetter am Wochenende vorbei. Wer am Bodensee beispielsweise im Nebel saß, sagt Madlener, für den ändere sich kaum etwas. Denn sei zwar der Nebel weg, dafür ist dann aber der Himmel grau. Die Temperaturen gehen etwas zurück, aber so richtig kalt werde es noch nicht. Zudem könne schon der eine oder andere Regentropfen fallen.
Aussichten auf Schnee in der kommenden Woche
Nächste Woche stelle sich die Wetterlage dann komplett um, sagt der Meteorologe voraus. Eine Kaltfront sorge dann möglicherweise ab Montagnachmittag für erste Schneeflocken im Allgäu. Die Grenze liege etwa bei 600 bis 700 Höhenmetern. Ab Mitte der Woche könnten dann auch am Bodensee erste Schneeflocken fallen.