In trockenen Sommermonaten komme fast die Hälfte des Wassers im Neckar aus Kläranlagen, so das Statistische Landesamt. Auf das Jahr hoch gerechnet bestehe fast ein Drittel des Wassers aus geklärtem Abwasser. Am und um den Neckar lebt rund die Hälfte der elf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Baden-Württembergs.
Geklärtes Abwasser wird Fluss zugeführt
Bei der Berechnung bezieht sich das Landesamt auf den Messpunkt in Heidelberg-Ziegelhausen, knapp 30 Kilometer bevor der Fluss in den Rhein mündet. Dort führt der Neckar in regenarmen Sommerphasen im Durchschnitt 57,8 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Gleichzeitig leiten die kommunalen Kläranlagen im gesamten Einzugsgebiet des Flusses durchschnittlich 27 Kubikmeter gereinigtes Abwasser pro Sekunde ein.
Das in den Fluss geleitete Wasser stammt ursprünglich aus der öffentlichen Versorgung und wurde als Trinkwasser genutzt. Es enthält Abwässer von Haushalten und Gewerbe sowie Regenwasser. In den Anlagen wird es von organischen Stoffen und Pflanzennährstoffen weitgehend befreit. Ein Rest an Mikroorganismen bleibt jedoch im Wasser.