Auch an diesem Wochenende sind wieder einige Faschingsveranstaltungen in der Region Heilbronn-Franken, bei denen ausgelassen gefeiert wird. Zum Beispiel am Sonntag in Talheim (Kreis Heilbronn). Für das Polizeipräsidium Heilbronn soll dem Feiern nichts im Wege stehen, dennoch warnt es vor alkoholisierten Fahrten mit dem Auto und gibt Ratschläge für die Faschingszeit. Auch die Kostümwahl ist wichtig.
Polizeipräsidium Heilbronn warnt und gibt Tipps für Fasching
Besonders während der Faschingszeit rät die Polizei Heilbronn, die Hände vom Steuer zu lassen, wenn Alkohol konsumiert wurde. Die Folgen von Alkohol im Verkehr sind eine deutlich verlangsamte Reaktion, eine veränderte Wahrnehmung und Realitätsverlust. Man riskiere also nicht nur deftige Strafen sondern auch das Leben von sich und anderen Verkehrsteilnehmern.
Verstärkte Kontrollen seien jedoch nicht vorgesehen. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Heilbronner Polizei im Februar sogar den Tiefstwert an Trunkenheitsfahrten. Denn auch für sie steht fest: Jeder soll in der Faschingszeit trinken dürfen und auch Spaß haben - jedoch mit einer gewissen Vernunft, um sich und seine Mitmenschen zu schützen.
Auch die Kostümwahl spielt eine Rolle. So muss der Autofahrer oder die Autofahrerin erkennbar sein, sonst droht ein Bußgeld. Beispielsweise ein Spiderman-Kostüm, ein Hexen-Kostüm oder ein Ritter-Helm. Ein Verstoß kann mit einem Bußgeld von 60 Euro geahndet werden. Auch für eine Augenklappe kann ein Verwarnungsgeld von 10 Euro anfallen. Bei einer Gesichtsbemalung oder Clownsnase drohen keine Strafen.
Auffällig viele Trunkenheitsfahrten in Heilbronn-Franken
Bereits vergangenes Wochenende berichtete die Polizei von einigen Alkoholverstößen bei Kontrollen. Allein in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden in Öhringen (Hohenlohekreis) drei betrunkene Fahrer gestoppt. Ein 19-jähriger Autofahrer fiel durch seine auffällige Fahrweise auf - ein Atemalkoholtest ergab 1,2 Promille. Häufig als Alternative zum Auto gewählt, wurden bei weiteren Kontrollen ein 21-Jähriger und ein 22-Jähriger auf E-Scootern mit mindestens einem Promille erwischt.
Für das Polizeipräsidium Heilbronn sei unklar, wieso sich in letzter Zeit die Trunkenheitsfahrten so gehäuft haben. Man könne auch keinen Trend feststellen, ob es häufiger jüngere Menschen betreffen würde. Die Kontrollen ergeben "gemischte Ergebnisse durch alle Altersklassen", berichtet Andreas Blind vom Polizeipräsidium Heilbronn.
Bei einer nicht repräsentativen Umfrage des SWR berichten Lukas und Annalen aus Heilbronn, dass sie in ihrem Freundeskreis vorher ausmachen, wer trinkt und wer Fahrerin oder Fahrer ist. So möchten sie auf Nummer sicher gehen. Im Zweifel nimmt Lukas auch ein Taxi. "Wenn ich Alkohol trinke, fahre ich grundsätzlich nicht oder nur mit Freunden, die nicht getrunken haben," sagt er.