Zwischenfälle im RappSoDie und auf "SuedLink"-Baustelle

Lebensgefährliche Brandverletzungen nach Arbeitsunfall mit Strom in Hallenbad

Am Mittwoch kam es zu gleich zwei schweren Arbeitsunfällen. Einer passierte auf einer "SuedLink"-Baustelle, ein weiterer ereignete sich im Bad Rappenauer Hallenbad RappSoDie.

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Von Autor/in Peter Wedig

Im Hallenbad RappSoDie in Bad Rappenau (Kreis Heilbronn) ist ein Mann bei einem schweren Arbeitsunfall lebensgefährlich verletzt worden. Das Saunaparadies wird aktuell umgebaut. Bei entsprechenden Arbeiten an einem Trafo-Haus kam es zu dem Unfall mit Strom. Der Mann wurde mit Brandverletzungen von einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht.

Das Hallenbad und das Saunaparadies sind zur Zeit geschlossen, das Hallenbad wird durch einen modernen Neubau ersetzt. Auf das Freibad hatte der Unfall keine Auswirkungen.

Unfall auf "SuedLink"-Baustelle: Lkw kippt um

Einen weiteren Arbeitsunfall gab es auf dem Gelände der "SuedLink"-Baustelle bei Ahorn-Berolzheim (Main-Tauber-Kreis): Dort wurde ein Fahrer verletzt, als sein Lkw umkippte. Die Polizei geht davon aus, dass die Ladung verrutschte und es so zu dem Unglück kam. Der Fahrer musste laut Polizei wegen einer verletzten Schulter im Krankenhaus behandelt werden. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Da der Vorfall nicht auf einer öffentlichen Straße, sondern auf dem Baustellengelände passierte, werde er als Arbeitsunfall gewertet und nicht als Verkehrsunfall, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn.

Arbeitsunfälle enden immer wieder auch tödlich

Immer wieder haben solche Arbeitsunfälle auch schwere Folgen: Erst Ende Juli wurde in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) ein 75-Jähriger schwer verletzt, als er von einer umgestürzten Metalldrehbank getroffen wurde und ein Metallstift seinen Arm durchbohrte. Für den Rettungshubschrauber wurde damals auch die B27 gesperrt.

Tödlich endete im Mai ein Vorfall: Ein 27-Jähriger wurde bei einer Kranüberprüfung von zwei Stahlträgern eingeklemmt. Der Unfall ereignete sich auf der Baustelle eines Lebensmittel-Discounters in Bühlertann (Kreis Schwäbisch Hall). Ende Juni stürzte ein 54 Jahre alter Mann bei Bauarbeiten in Frankenhardt (Kreis Schwäbisch Hall) von einem Dach. Trotz schneller Hilfe starb der Mann an seinen schweren Verletzungen.

Arbeit auf dem Bau besonders gefährlich

Stürze vom Dach zählen zu den besonders häufigen Todesursachen bei Arbeitsunfällen. Gefährlich sind auch Arbeiten im Straßenverkehr, in der Landwirtschaft und auf dem Bau, heißt es von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

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Tödliche Arbeitsunfälle wie der eines 27-Jährigen bei Bühlertann sind zum Glück selten. In bestimmten Berufszweigen ist das Risiko aber deutlich höher als bei anderen.

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Ab und an geht es aber auch um eher kuriose Fälle: So kippte beispielsweise schon ein Beamter im Schlaf vom Stuhl oder eine Lehrerin stürzte auf Klassenfahrt im Bierzelt von der Bank.

Bei tödlichem Arbeitsunfall: Staatsanwaltschaft ermittelt

Bei tödlichen Arbeitsunfällen wird immer die Staatsanwaltschaft eingeschaltet - so geschehen beispielsweise Mitte Juli in Ellhofen (Kreis Heilbronn): Dort stießen zwei Gabelstapler frontal zusammen und klemmten einen 61-Jährigen ein. In solchen Fällen muss geprüft werden, ob ein schuldhaftes Verhalten vorliegt. So steht in diesem Fall der Verdacht auf fahrlässige Tötung im Raum, so die Polizei.

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Peter Wedig
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