Ab November wird es im Neckarsulmer Audi-Werk (Kreis Heilbronn) keine Nachtschicht mehr geben. In einer Mitarbeitendenveranstaltung hat unter anderem der neue Werkleiter Thomas Bogus die Betroffenen darüber informiert. Rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen dann auf andere Schichten verteilt werden.
Keine Nachtschicht mehr soll Kosten senken in Neckarsulm
Die Maßnahme sei schon länger geplant gewesen, heißt es von Audi. Man wolle das Werk damit produktiver aufstellen und auch die Kosten senken - ein entscheidender Punkt, steht das Werk doch laut den Sparplänen des Mutterkonzerns VW auf der Kippe. Noch sei aber nichts entschieden. Im September sollen die Gespräche im VW-Aufsichtsrat weitergehen. VW-Chef Blume betonte zuletzt, er bevorzuge "intelligentere Lösungen", statt Werksschließungen. Aber selbst sollte es die geben, dann nicht bis 2030, so Blume.
Hoffnung auf neue Modelle im Audi-Werk
Auch der Betriebsrat des Neckarsulmer Werks spricht in einer Stellungnahme davon, die Umstellung im Schichtsystem verspreche eine bessere Nutzung der modernsten Montagehalle und stelle so den Standort effizienter auf. "Dies bringt uns auch Handlungsfähigkeit im Hinblick auf mögliche Werkbelegungen", heißt es weiter. Gerade die zukünftige Belegung und die Frage, welches Werk bekommt welches Modell zur Produktion, ist ein wichtiger Faktor für die Zukunftssicherheit des Standorts ab 2034.
Audi A8 läuft aus - Umrüstung auf A5
Auf die Beschäftigen kommt bald noch eine weitere Umstellung zu: Mit dem Auslauf des A8 in Neckarsulm entstehen freie Kapazitäten im Werk. Die sollen zukünftig für die Produktion weiterer A5-Modelle genutzt werden. In der produktionsfreien Sommerzeit beginnt dazu die Umrüstung der Werkhalle.